Eventim: Aktie bricht nach Kritik von Jan Böhmermann ein
In der Sendung „Mit Fantasiegebühren zum Eventimperium“ über den Tickethändler Eventim kritisierte Böhmermann das Unternehmen.
Foto: IMAGO/Panama PicturesFrankfurt. Die Eventim-Aktie ist seit Montag um mehr als 14 Prozent eingebrochen. Das Papier notierte am Dienstag bei rund 62 Euro – zum Beginn der Handelswoche war die Aktie noch mehr als 70 Euro wert. Vor Kurzem sah es sogar noch so aus, als würde Eventim auf ein neues Rekordhoch zusteuern.
Was ist passiert? Am Freitagabend hat sich ZDF-Satiriker Jan Böhmermann dem Unternehmen in seiner Sendung „ZDF Magazin Royale“ gewidmet. Eventim kam bei der Sendung mit dem Titel „Mit Fantasiegebühren zum Eventimperium“ nicht gut weg.
Böhmermann kritisierte unter anderem die Marktmacht und die Gebührenpolitik des Unternehmens. Eventim würde Gebühren teils doppelt verlangen und mittels anderer Plattformen auch am Schwarzmarkt mitverdienen, statt diesen zu bekämpfen, bemängelte der Moderator. Als die Märkte am Montagmorgen wieder öffneten, stürzte die Aktie dann ab. Eine Anfrage zu den Vorwürfen ließ Eventim zunächst unbeantwortet.
Dabei sah es für die Anteilseigner des Unternehmens zuvor noch gut aus: Am Freitag lag Eventim an der Börse seit Jahresbeginn noch knapp 20 Prozent im Plus und notierte bei 71 Euro. Anfang des Monats erhöhte Gerhard Orgonas, Analyst bei der Berenberg Privatbank, sein Kursziel für Eventim auf 85 Euro und sprach eine Kaufempfehlung aus.