Geld in der Beziehung: Wie regeln Sie als Paar ihre Finanzen fair und richtig?
Düsseldorf. Frau Kühn, Geld sorgt in Beziehungen oft für Streit, hört man. Stimmt das?
Das sagen zumindest viele Scheidungsanwälte. Geld ist einer der Haupttrennungsgründe.
Wieso?
Wir alle wurden auf eine bestimmte Art und Weise von unseren Eltern sozialisiert, haben dabei gewisse Einstellungen zu Geld erlernt. In Partnerschaften prallen dann oft Welten aufeinander. Das verstärkt sich dann noch, wenn ein Partner viel mehr verdient als der andere oder generell viel mehr Geld ausgibt. Wenn einer sich um die Altersvorsorge kümmert und der andere alles raushaut.
Dass zwei Partner genau gleich viel verdienen und dazu ähnlich sparsam oder verschwenderisch sind, ist selten.
Absolut. Aber verschieden sein darf man ja. Man sollte diese Unterschiede als Paar nur auch vereinen können. Schafft man es beim Thema Geld nie, sich zusammenzuraufen, wird es schwierig. In manchen Beziehungen wissen die Partner nicht mal, was der andere verdient.
Echt?
Gut, bei Ehepaaren kommt das selten vor. Meistens in traditionellen Familien, wo der Mann Versorger ist und die Frau zu Hause bleibt. Aber bei Ledigen? Schon oft. Die kommen dann einzeln zu mir in die Beratung und öffnen sich, während der Partner im Wartezimmer bleibt. Dann wird getauscht. Sind Paare so verschwiegen, ist das eine ganz schöne Herausforderung.