Neuer ETF: Katastrophen als Investmentthema – nicht mehr nur für Anlageprofis
Düsseldorf. Im Zuge des Klimawandels wird der Schutz gegen die finanziellen Schäden von Naturkatastrophen immer kostspieliger. Versicherungsgesellschaften emittieren daher sogenannte „Katastrophenanleihen“ (englisch: „Cat Bonds“). Anleger bekommen ihr eingesetztes Kapital sowie eine dem Risiko angemessene Verzinsung ausgezahlt, wenn eine vorab definierte Naturkatastrophe nicht eintritt.
Katastrophenanleihen haben Anlegern in den letzten Jahren durchweg höhere Renditen beschert als die Hochzinsanleihen bonitätsschwacher Unternehmen.
Das Anleiheangebot richtete sich aber bisher an professionelle Kapitalmarktteilnehmer. Ein neuer ETF (Exchange Traded Fund) soll nun ein Cat-Bond-Portfolio abbilden und den speziellen Markt auch für eine größere Gruppe von Anlegern investierbar machen.
An der New Yorker Börse soll im März ein börsengehandelter Fonds an den Start gehen, der auf einem Portfolio von bis zu 75 der 250 ausstehenden Katastrophenanleihen basiert. Der ETF ist der erste seiner Art.
„Es ist eine sehr nuancierte Anlageklasse, und unser Ziel ist es, sie zu entmystifizieren“, sagte Rick Pagnani, Mitbegründer und Chef von King Ridge Capital Advisors, im Bloomberg-Interview. Der Fonds wird von der in Texas ansässigen Brookmont Capital Management verwaltet.