Tagesgeld statt Aktien: Weshalb junge Gutverdiener den Kapitalmarkt meiden
Die deutlich attraktiveren Konditionen bei festverzinslichen Angeboten zeigen Wirkung.
Foto: DigitalVision/Getty ImagesFrankfurt. Weniger Aktien, raus aus Kryptoinvestments, rein in festverzinsliche Angebote: Junge Gutverdiener in Deutschland passen angesichts der gestiegenen Zinsen und neuer Sparangebote ihre Anlagestrategie deutlich an. Das geht aus einer Studie der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) hervor.
Demnach ändert jeder dritte Befragte seine Strategie. Bei den Investments in ETFs und in Einzelaktien kam es bei den Gutverdienern in diesem Jahr zu leichten Rückgängen, bei den Kryptoanlagen sogar zu einem deutlichen Einbruch auf 25 Prozent von 34 Prozent im Jahr 2022 (siehe Tabelle).
Die Umschichtung findet bei vielen ins Tages- und Festgeld statt. Mehr als zwei Drittel der befragten Anlegerinnen und Anleger gaben in diesem Jahr an, dass sie bei Tages- und Festgeld investiert sind. 2022 lag der Anteil bei nur 46 Prozent. Ein Teil der Investoren – rund ein Fünftel – habe nicht das Angebot der Hausbank angenommen, sondern sei zu einem neuen Anbieter gewechselt, beobachtet Achim Kaucic, Managing Director & Partner bei BCG.