Baden-Württemberg: Mängel bei staatlicher L-Bank rufen Bafin auf den Plan
Das Geldhaus ist das viertgrößte Förderinstitut Deutschlands. Ihr Fördergeschäft war mit einer Summe von 15 Milliarden Euro im Jahr 2021 so hoch wie noch nie.
Foto: PRDüsseldorf. Die Landeskreditbank Baden-Württemberg, kurz L-Bank, steht offenbar vor einer Sonderprüfung durch die Bafin. Dies erfuhr das Handelsblatt aus mit den Vorgängen vertrauten Kreisen. Hintergrund sind demnach Mängel in den IT- und IT-Compliance-Strukturen bei dem in Karlsruhe ansässigen Landesförderinstitut, das mit einer Bilanzsumme von zuletzt fast 90 Milliarden Euro in der Liste der größten Banken in Deutschland aktuell an 15. Stelle steht.
Darüber hinaus hat die Bafin die Bank – getrennt von der womöglich bevorstehenden Sonderprüfung – aufgefordert, mehr Eigenmittel zu bilden. Anstelle von bisher acht Prozent soll die Förderbank nun zwölf Prozent vorhalten. Dies geht aus einem Bescheid hervor, der dem Handelsblatt vorliegt.
Bei der Bank seien „Risiken identifiziert“ worden, für die „zusätzliche Eigenmittelanforderungen einzuhalten sind“, so die Bafin in der schon im Februar erlassenen Anordnung. Demnach geht es um Risiken, die sich aus Zinsänderungen ergeben sowie „weitere wesentliche Risiken, basierend auf der von Ihnen vorgelegten RTF-Meldung (Risikotragfähigkeit, d. Red.).“