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BankenGeorges Elhedery wird neuer Chef der britischen Großbank HSBC

Im Kerngeschäft dürfte sein Fokus darauf liegen, die Bank auf Wachstumskurs zu halten. Auf den ehemaligen Investmentbanker wartet dabei eine politisch und wirtschaftlich heikle Aufgabe.Torsten Riecke 17.07.2024 - 10:38 Uhr
George Elhedery: Der 50-jährige Banker ist seit 2005 bei HSBC und war zuletzt Finanzchef des Geldhauses. Foto: REUTERS

London. Der frühere Investmentbanker George Elhedery wird neuer Vorstandschef der britischen Großbank HSBC. Das gab das Institut am Mittwochmorgen bekannt. Demnach soll der in Beirut und Paris aufgewachsene Banker Anfang September die Nachfolge von Noel Quinn übernehmen, der im April überraschend nach fünf Jahren an der Spitze von HSBC zurückgetreten war.

„Georges Elhedery hat eine Erfolgsbilanz beim Management von Veränderungen, der Förderung von Wachstum, der Vereinfachung und der Kostensenkung und legt einen starken Fokus auf die Umsetzung“, sagte Chairman Mark Tucker.

Der 50-jährige Libanese Elhedery ist seit 2005 bei HSBC und war zuletzt Finanzchef der Bank. Zuvor arbeitete er in Asien, dem Mittleren Osten und in Europa. Auch Deutschland kennt Elhedery aus eigener Erfahrung.

Auf den neuen HSBC-Chef wartet eine politisch heikle und wirtschaftlich anspruchsvolle Aufgabe. Die Großbank erwirtschaftet den Großteil ihrer Einnahmen in Asien und ist deshalb stark von den geopolitischen Spannungen zwischen China und dem Westen betroffen. Elhederys Vorgänger Quinn hatte im vergangenen Jahr das Ansinnen des chinesischen Großaktionärs Ping An abgewehrt, die Bank aufzuspalten.

Im Kerngeschäft dürfte der Fokus des neuen CEO vor allem darauf liegen, die Bank auf Wachstumskurs zu halten, wenn die großen Notenbanken demnächst ihre Leitzinsen weiter senken. HSBC hat von der Hochzinsphase der vergangenen zwei Jahre stark profitiert und erwirtschaftete 2023 einen Rekordgewinn von rund 30 Milliarden Dollar. Etwa die Hälfte der Bankeinnahmen kommt aus dem Zinsgeschäft.

Balanceakt zwischen Ost und West

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Quinn hatte in den vergangenen Monaten zahlreiche Geschäftsteile verkauft, darunter auch die Aktivitäten in Kanada und Frankreich. Zudem kündigte er an, die jährlichen Kosten um rund 4,5 Milliarden Dollar zu senken. „Die Frage ist, ob die geografischen Desinvestitionen, (…) ausreichen, um die mittelfristigen Renditen zu maximieren“, sagte Mike Makdad, Analyst beim Finanzinformationsdienst Morningstar. Der neue CEO müsse zeigen, welche Art von Bank HSBC wolle, damit die Kombination der Teile die besten Synergien erzeuge.

Elhedery scheint das nicht zu schrecken: „Ich freue mich darauf, gemeinsam mit unserem Team unseren Kunden und Anlegern einen außergewöhnlichen Mehrwert zu bieten, indem wir eine starke Performance auf einem nachhaltigen Wachstumspfad erzielen“, versprach der designierte HSBC-Chef.

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