Banken: Gewinn von BNP Paribas lässt nach
Das Wertpapiergeschäft hat das Ergebnis der französischen Bank gedrückt
Foto: dpaParis. Ein schwaches Wertpapier-Handelsgeschäft hat die Gewinne der französischen Großbank BNP Paribas im zweiten Quartal gedrückt. Die größte Bank der Eurozone übertraf mit ihrem am Donnerstag in Paris vorgelegten Quartalszahlen dennoch die Erwartungen der Börsianer. BNP Paribas erwirtschaftete im Zeitraum April bis Juni einen Nettogewinn von 2,81 Milliarden Euro – ein Rückgang von 4,9 Prozent binnen Jahresfrist. Analysten hatten nur mit 2,49 Milliarden Euro gerechnet. Starke Geschäfte in der Unternehmensfinanzierung und Kosteneinsparungen schoben die Ergebnisse an. Das Bankhaus bestätigte seine Ziele für das Jahr 2025.
An der Börse konnte BNP Paribas mit den Quartalszahlen punkten. Der Kurs der BNP-Aktie legte zweitweise 2,4 Prozent 59,50 Euro zu.
Die Konzernerträge sanken im Quartal zwar ebenfalls um 1,5 Prozent auf 11,4 Milliarden Euro. Aber auch damit übertraf die Bank die Schätzungen der Analysten. Auch die Risikovorsorge für Kreditausfälle fiel mit 689 Millionen Euro geringer aus als erwartet. In der Sparte Unternehmens- und institutionelles Banking (CIB) sanken die Erträge um 2,3 Prozent, wobei die Erträge im Anleihen-, Rohstoff-, und Währungs-Handel um 18,4 Prozent schrumpften. Dagegen kletterten die Erträge im Geschäft mit Anleihe-Emissionen, syndizierten Krediten und dem Cash-Management um 17,5 Prozent.
Die Bank bekräftigte, dass ihr Aktienrückkaufprogramm im Volumen von fünf Milliarden Euro wie geplant fortgesetzt wird. Mit der zweiten Tranche in Höhe von 2,5 Milliarden will BNP Paribas Anfang August starten.