Fintech-Report: Warum es für Fintechs im nächsten Jahr schwieriger werden könnte
Viele Fintechs haben zuletzt Personal eingestellt.
Foto: ReutersFrankfurt. Knapp 85 Millionen Euro für die Berliner Neobank N26, 150 Millionen für die Düsseldorfer Kreditplattform Auxmoney und stolze 550 Millionen Euro für den schwedischen Zahlungsdienstleister Klarna. Rund sechs Monate nach Ausbruch der Coronakrise scheint es Finanz-Start-ups in Europa recht gut zu gehen. Die Investoren sind weiter aktiv und eine Pleitewelle ist nicht in Sicht. In ihrem aktuellen Fintech-Report warnt die niederländische Investment-Gesellschaft Finch Capital jedoch, dass die kommenden zwölf Monate für die jungen Unternehmen deutlich schwieriger werden könnten.
„Wir erwarten, dass sich der Wettbewerb um neues Kapital verschärft und es zu einer massiven Konsolidierung in der Branche kommen wird“, sagt Radboud Vlaar, Co-Gründer von Finch Capital. Für Stabilität habe in den vergangenen Monaten unter anderem die finanzielle Unterstützung der europäischen Regierungen gesorgt. „Wenn dieses Geld aufgebraucht ist und sie keine neuen Investoren finden, dürfte es für etliche Fintechs eng werden“, so Vlaar. Kleinere Firmen, die mit weniger als 500 Millionen Euro bewertet seien, könnten auch zu Übernahmekandidaten werden.