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Finanzierungsrunde 100 Millionen für N26: Internationale Investoren legen bei Smartphone-Bank nach

Die junge Bank hat von ihren Investoren weitere 100 Millionen Dollar erhalten. Damit will N26 neue Produkte entwickeln und das Wachstum beschleunigen.
05.05.2020 - 10:00 Uhr Kommentieren
Smartphone-Bank: Internationale Investoren legen bei N26 nach Quelle: Reuters
Logo von N26

Die junge Bank zählt mehr als fünf Millionen Kunden.

(Foto: Reuters)

Frankfurt N26 tut’s schon wieder: Wie die Smartphonebank aus Berlin am Dienstagmorgen mitteilte, erweitert sie zum zweiten Mal ihre „Series D“-Finanzierungsrunde. Diese vierte große Kapitalaufnahme hatte der jungen Bank im vergangenen Jahr zunächst 300 Millionen Dollar eingebracht – bei einer Bewertung von 2,7 Milliarden Dollar.

Im Juli hatten Investoren noch einmal rund 170 Millionen Dollar draufgelegt und nun folgen weitere 100 Millionen Dollar reines Eigenkapital, wie Deutschlandchef Georg Hauer dem Handelsblatt bestätigt.

Einen Sprung bei der Bewertung gab es indes nicht. Im vergangenen Jahr hatte die Erweiterung der Runde auch die Bewertung um 800 Millionen Dollar klettern lassen. Nun rühmt sich das Start-up damit, dass es trotz der weltweit eingebrochenen Börsenkurse weiterhin mit 3,5 Milliarden Dollar bewertet werde.

Seit seiner Gründung hat N26 jetzt insgesamt rund 800 Millionen Dollar von internationalen Geldgebern erhalten. Der britische Konkurrent Revolut hat insgesamt mehr als 830 Millionen Dollar eingesammelt und wird seit Februar mit 5,5 Milliarden Dollar bewertet.

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    Beschluss über Investment vor Corona

    Seit Beginn der Coronakrise ist das Investment in N26 die dritte große Finanzierungsrunde eines deutschen Fintechs. Zuvor hatte die Steuererklärungs-App Taxfix 65 Millionen Dollar erhalten und die Trading-App Trade Republic rund 44 Millionen Euro. Immerhin rund 20 Millionen Dollar hatte zudem Penta, ein Anbieter von Konten für Firmenkunden, eingeworben.

    Diese Investments waren schon vor Beginn der Coronakrise eingefädelt worden. Momentan gehen Branchenexperten davon aus, dass sich Investoren in den kommenden Monaten mit Neuinvestitionen zurückhalten werden und vor allem die Firmen in ihrem Bestand unterstützen.

    An der Erweiterung der Finanzierungsrunde haben sich laut N26 alle ihre großen Investoren beteiligt, darunter Insight Venture Partners, Singapurs Staatsfonds GIC und Peter Thiels Valar Ventures. Laut Hauer ist die Erweiterung der Runde keine Reaktion auf die Corona-Pandemie.

    „Die Finanzierung wurde schon vor Beginn der Coronakrise vereinbart“, sagt er. Es bestehe kein dringender Bedarf für das Geld, doch neue Produkte könnten damit noch schneller entwickelt und das Wachstum in den Kernmärkten – in Europa und den USA – beschleunigt werden. Aktuell zählt N26 mehr als fünf Millionen Kunden in 25 Ländern.

    Auch der Markteintritt in Brasilien stehe weiterhin auf der Agenda und sei für 2021 geplant. Aktuell werde dafür eine „Fintech-Lizenz“ in Brasilien beantragt. Zur geplanten Erweiterung ihrer Produkte macht die Bank keine detaillierten Angaben.

    „Wir konzentrieren uns dabei auf Produkte, die für den Massenmarkt relevant sind“, sagt Hauer. Ein Angebot für den Handel mit Aktien sei kurzfristig eher unwahrscheinlich. Dagegen werden das bestehende Kreditangebot sicherlich auf weitere Märkte von N26 ausgeweitet.

    Corona als Chance für das digitale Banking

    Zu den Folgen der Corona-Pandemie lässt sich Valentin Stalf, Co-Gründer von N26, in einer Mitteilung des Unternehmens mit optimistischen Worten zitieren: „Digitales Banking hat in den vergangenen Wochen einen enormen Schub erfahren. Immer mehr Menschen verzichten auf Bargeld, bezahlen kontaktlos und nutzen digitale Angebote. Dieser Trend wird sich weiter fortsetzen.“ Zudem sei er überzeugt, „dass Europa mit N26 die digitale Innovation im Bankenbereich weltweit führen kann.“

    Momentan allerdings hat die Coronakrise negative Auswirkungen auf das Start-up. Wenn Kunden mit Karte bezahlen, erhält die Bank vom Händler Gebühren. Doch wegen der Ausgangs- und Reiserestriktionen geben die Kunden aktuell weniger Geld aus – und wegen der bevorstehenden Rezession dürfte sich das auch so schnell nicht ändern.

    N26 hat daher schon Anfang April knapp 150 Mitarbeiter, rund zehn Prozent, in Kurzarbeit geschickt. Dabei handle es sich um Mitarbeiter, deren Tätigkeit etwa durch das geringere Transaktionsvolumen, weniger Anfragen im Kundenservice oder die temporären Büroschließungen nur eingeschränkt oder gar nicht möglich sei.

    Zudem dürften die Kunden in einer wirtschaftlichen Krise auch ihre Ausgaben für Finanzdienstleistungen reduzieren. Dies sieht Hauer jedoch als Vorteil für N26. „Die Kunden werden wählerischer. Bei uns können sie sich entweder für ein kostenloses Konto entscheiden oder für eines, bei dem sie gegen eine Gebühr mehr Extras erhalten als bei traditionellen Banken.“ Auch ihre zusätzlichen Bankverbindungen würden sie womöglich überdenken.

    Bislang ist nicht bekannt, wie viele Kunden N26 als Hauptkonto nutzen, Branchenexperten gehen jedoch davon aus, dass es für viele ein Zweit- oder Drittkonto ist.

    Mehr: Fintechs – Das könnten die Gewinner und die Verlierer der Krise sein

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