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Greensill-Skandal Hypo-Real-Estate-Chefs müssen offenbar wegen Greensill-Anlage gehen

Der Skandal um die Bremer Greensill Bank soll den Chefs der HRE ihren Job kosten. Das Unternehmen hofft weiterhin auf eine Entschädigung aus der Einlagensicherung.
28.05.2021 - 16:11 Uhr Kommentieren
Vor der Finanzkrise war die HRE in der Immobilien- und Infrastrukturfinanzierung tätig und war wegen eines Liquiditätsengpasses fast in die Insolvenz gerutscht. Quelle: dpa
Hypo Real Estate

Vor der Finanzkrise war die HRE in der Immobilien- und Infrastrukturfinanzierung tätig und war wegen eines Liquiditätsengpasses fast in die Insolvenz gerutscht.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die Pleite der Bremer Greensill Bank hat einem Medienbericht zufolge personelle Konsequenzen bei der vollverstaatlichten Hypo Real Estate (HRE) Holding. Deren Chefs Wolfgang Groth und Jochen Heuchert haben das Unternehmen vor Vertragsablauf verlassen müssen, wie der "Spiegel" am Freitag vorab berichtete. Die Holding hatte 75 Millionen Euro bei der Greensill Bank angelegt.

Die HRE wollte zu dem Bericht nicht Stellung nehmen und verwies an die Finanzagentur des Bundes. Diese erklärte auf Anfrage, sie wolle aus rechtlichen Gründen keine Details nennen. Eine Sprecherin fügte allerdings hinzu, die Agentur gehe davon aus, dass die HRE hinsichtlich des Greensill-Investments Anspruch auf Entschädigung bei der Einlagensicherung habe.

Die HRE beruft sich in ihrer entsprechenden Forderung darauf, seit der Abspaltung der Deutschen Pfandbriefbank (pbb) 2015 kein Finanzinstitut mehr zu sein, sondern ein Vermögensverwalter. Der Bankenverband BdB lehnt eine Entschädigung der Holding jedoch ab. Finanzinstitute und Kommunen werden nicht entschädigt, Privatanleger und Unternehmen dagegen schon.

Vor der Finanzkrise war die HRE in der Immobilien- und Infrastrukturfinanzierung tätig. Sie war wegen eines Liquiditätsengpasses fast in die Insolvenz gerutscht. Der Staat rettete das Institut mit vielen Milliarden Euro, um für andere Banken negative Folgen zu verhindern.

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    Die bis zu ihrer Pleite weitgehend unbekannte Bremer Greensill Bank hatte über Online-Plattformen mit vergleichsweise hohen Zinsen um Einlagen geworben, mit denen die britisch-australische Mutter Greensill Capital Fondsgeschäfte refinanzierte. Auch die Mutter meldete Insolvenz an. 

    Mehr: Britische Ermittler nehmen Greensill-Kunden GFG ins Visier

    • rtr
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