Haspa-Chef Harald Vogelsang: Gutverdiener im roten Lager
Der Chef der Hamburger Sparkasse verdiente 2016 mutmaßlich zwischen 1,5 und zwei Millionen Euro.
Foto: PressebildDüsseldorf. Er trotzte schon der Finanzkrise und glänzte vor knapp zehn Jahren mit einem zweistelligen Millionenüberschuss. Er trotzt jetzt auch der Niedrigzinsphase und erwirtschaftete drei Jahre hintereinander jeweils 80 Millionen Euro Gewinn. Es gebe daher keinen Grund, an der Vergütung von Harald Vogelsang, Chef der Hamburger Sparkasse (Haspa), herumzumäkeln, sagen seine Verteidiger.
Wie hoch diese insgesamt ausfällt, dürfte dennoch einige erstaunen. Die fünf Haspa-Vorstände kamen 2016 auf eine Gesamtvergütung von jeweils über eine Million Euro. Einer von ihnen, mutmaßlich der 58-jährige Vogelsang, verdiente zwischen 1,5 und zwei Millionen Euro. Das geht aus dem Offenlegungsbericht der Haspa-Finanzholding hervor, die sämtliche Aktien der Hamburger Sparkasse AG hält. Der Blog „Finanz-Szene.de“ hatte den Holding-Bericht als Erster aufgegriffen.
Demnach fiel die Vergütung der fünf Vorstände des Instituts insgesamt fast doppelt so hoch aus wie gedacht. Denn laut Geschäftsbericht der Hamburger Sparkasse AG kommen diese eigentlich aggregiert auf lediglich 2,9 Millionen Euro. Die Differenz erklärt die Bank vor allem mit höheren Pensionsrückstellungen, die in der Niedrigzinsphase nötig seien.