IPO-Markt: OLB könnte Börsengang in dieser Woche bekannt geben
Frankfurt. In den Börsengang der Oldenburgischen Landesbank (OLB) kommt Bewegung: Das Geldhaus könnte noch in dieser Woche die Erstnotiz in Frankfurt im Rahmen einer sogenannten „intention to float“ – eines beabsichtigten Börsengangs – bekannt geben, wie zwei mit den Vorgängen vertraute Personen dem Handelsblatt berichteten.
Der Schritt wurde schon zu Beginn dieser Woche erwartet, könnte sich jedoch bis Mitte oder Ende der Woche hinziehen, heißt es in Finanzkreisen weiter. „Die OLB steht in den Startlöchern.“
Eine OLB-Sprecherin wollte sich zu den Informationen nicht äußern. Sie verwies auf Aussagen von CEO Stefan Barth bei der Bilanzpressekonferenz im Februar, dass die OLB börsenfähig und börsenwillig sei. Die Entscheidung über den Börsengang liege aber bei den Eigentümern.
Für den Börsengang gebe es ein Zeitfenster im Frühling und eines im Herbst, hatte Barth betont. Er machte jedoch deutlich, dass er einen IPO im Frühling präferieren würde.
Der Zeitpunkt sei angesichts des positiven Börsenumfelds günstig, allerdings treiben Banker die aktuell hohen Schwankungen des Leitindexes Dax und besonders vieler Einzelaktien um. Die Schwankungen gelten als größtes Risiko für den Erfolg von Neuemissionen. „Bei dieser Volatilität geht niemand zu früh raus“, sagt ein Banker.
Allerdings drängt die Zeit für die OLB, falls die Bank noch vor Ostern ihre Erstnotiz über die Bühne bringen will. Sollte es bei dem Zeitplan bleiben, könnte der Emissionspreis in der zweiten Aprilwoche festgelegt werden. Die OLB könnte mit dem Börsengang Insidern zufolge rund 400 Millionen Euro einnehmen.
Zuletzt waren zwei IPO-Versuche der OLB gescheitert, weil die Unsicherheit an den Märkten zu groß war: erst wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine 2022, dann wegen der Pleite der Silicon Valley Bank und der Rettung der Credit Suisse 2023.