Bitcoin und Co.: Immer mehr Banken bieten Krypto-Handel an
Zürich, Frankfurt. Die aktuelle Kryptorally verstärkt den Druck auf Banken, ihren Kunden-Investments in Bitcoin, Ethereum und andere Kryptowährungen anzubieten. Das sorgt auch für eine deutlich steigende Nachfrage bei Fintechs an der Schnittstelle zwischen Banking und Kryptohandel. So sagt Andy Flury, Gründer und CEO des Fintech Wyden: „Immer mehr Bankkunden fragen nach Investitionsmöglichkeiten in Bitcoin und andere Krypto-Währungen – und immer mehr Banken entscheiden sich, diese Dienstleistungen anzubieten.“
Wyden entwickelt Software, die Kernbankensysteme von Geldhäusern an Krypto-Handelsplätze anbindet. Dadurch ermögliche das Unternehmen den Banken, „den Handel mit Kryptowährungen so einfach anzubieten wie den Handel mit Aktien“, sagt Flury. Die Kundinnen und Kunden könnten ihre Krypto-Positionen dann in der gewohnten Depotübersicht im Blick behalten.
In Deutschland arbeitet Wyden mit der Baader Bank zusammen. In der Schweiz ist unter anderem die PostFinance und ein Risikokapitalfonds der Kryptobank Sygnum an Wyden beteiligt. Kürzlich hat das Fintech in einer Serie-B-Finanzierungsrunde 14,5 Millionen Schweizer Franken eingesammelt.
Krypto-Investoren verwahren ihr Geld lieber bei der Bank
Gründer Flury spricht von einem Umdenken bei vielen Privatanlegern im Kryptobereich. In der Frühphase hätten sich viele darauf verlassen, dass ihr Vermögen als Guthaben bei zentralisierten Handelsplattformen wie Binance, Coinbase oder Kraken sicher ist. Doch der Zusammenbruch der Kryptobörse FTX im November 2022 habe viele eines Besseren belehrt.