PBB: Die Deutsche Pfandbriefbank kürzt ihre Gewinnprognose
Frankfurt. Die Deutsche Pfandbriefbank (PBB) zollt der Krise am Immobilienmarkt Tribut. Sie senkt ihre Gewinnprognose für das laufende Jahr deutlich und verzichtet auf eine Sonderdividende. Das Institut begründete dies in einer am Dienstagabend verschickten Pflichtmitteilung mit der Schwäche an den gewerblichen Immobilienmärkten insbesondere in den USA.
Der scheidende PBB-Vorstandschef Andreas Arndt stellt sich auf eine längere Schwächephase ein: „Wir rechnen erst im ersten Halbjahr 2024 mit einer Stabilisierung am Immobilienmarkt“, sagt er. „Der Preis-Findungsprozess zieht sich deutlich länger hin als erwartet.“
Deshalb hat das Kreditinstitut, das in erster Linie Gewerbeimmobilien wie Büros, Einkaufszentren oder große Wohnimmobilien finanziert, nun seine Rücklagen für potenziell gefährdete Kreditengagements drastisch erhöht.
PBB erhöht Risikovorsorge
Die Bank bildete im dritten Quartal eine Risikovorsorge von rund 80 Millionen Euro, sodass diese in den ersten neun Monate des Jahres insgesamt auf 104 Millionen Euro stieg. Auch für das vierte Quartal kündigte die PBB vorsorglich „eine weitere spürbare Zuführung zur Risikovorsorge“ an.
Hintergrund für den drastischen Anstieg sind nach Angaben der Bank Wertverluste bei amerikanischen Büroimmobilien, die als Sicherheiten für bestehende, ausgefallene Kredite dienen. Weil der Wert der Immobiliensicherheiten gesunken ist, gelten diese Problemkredite nun als riskanter und noch weniger werthaltig. Die gute Nachricht: Es sollen nur wenige Problemkredite hinzugekommen sein.