Private Banking: Wann sich ein Vermögensverwalter lohnt
Frankfurt. Ab wie viel Anlagesumme ist ein Vermögensverwalter sinnvoll? Oder lohnt sich doch eher ein digitaler Anbieter? Jens Wiegel ist Senior Manager bei der Beratungsgesellschaft Zeb, die auf Finanzdienstleistungsunternehmen spezialisiert ist, und kennt die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden sehr genau.
In den vergangenen Jahren hat seine Beratung mehr als 300 Interviews mit Kunden geführt. Im Gespräch mit dem Handelsblatt nennt Wiegel die häufigsten Fehler, die gängigen Gebühren und die wahren Bedürfnisse der Anleger.
Herr Wiegel, ab welchem Vermögen lohnt sich ein Vermögensverwalter?
Normalerweise steigt mit wachsendem Vermögen auch die Komplexität der Anlagen, der Kunde wünscht sich dann vor allem eine zeitliche Entlastung durch den Berater. Als Faustregel gilt, dass ab rund 10.000 Euro eine digitale Vermögensverwaltung für Wertpapiere sinnvoll ist, ab 250.000 Euro rückt eine standardisierte Vermögensverwaltung in Reichweite, und ab einer Million Euro kann man eine individuelle Betreuung erwarten.