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SparkasseSparkasse Gelsenkirchen-Buer öffnet nach Einbruch Foyer

In einer Filiale der Sparkasse war es vor dem Jahreswechsel zu dem spektakulären Einbruch gekommen. Sparkassen-Präsident Reuter hebt dennoch die Sicherheit der Schließfächer hervor. 15.01.2026 - 10:57 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Ulrich Reuter: Dem Sparkassen-Präsident zufolge investieren Sparkassen „kontinuierlich in Sicherheit“. Foto: IMAGO/Stephan Görlich

Gelsenkirchen. Gut zwei Wochen nach dem Millionen-Einbruch hat die Sparkasse Gelsenkirchen-Buer am Morgen das Foyer mit dem Selbstbedienungsbereich wieder geöffnet. Kunden können dort jetzt wieder die Geldautomaten nutzen. Die Filiale selbst bleibe weiter geschlossen, teilte das Institut mit.

Auch der Bereich mit den Kundenschließfächern könne weiterhin nicht betreten werden. Grund seien die laufenden Ermittlungen der Polizei und die Schadens-Registrierung vor Ort.

Sparkassen-Präsident Ulrich Reuter versicherte im Vorfeld bestmögliche Sicherheitsvorkehrungen. Dies äußerte er gegenüber der Finanznachrichtenagentur Bloomberg.

„Wir tun alles, was uns möglich ist, um Schließfächer sicher zu halten“, sagte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands. „Aber man kann sich nie gegen einzelne Vorfälle, die mit hoher krimineller Energie einhergehen, zu 100 Prozent wappnen.“ Kriminelle Banden würden technisch aufrüsten. Ihre Methoden seien immer raffinierter.

Reuter zufolge investieren Sparkassen zugleich „kontinuierlich in Sicherheit“. Dabei würden sie standortbezogene Konzepte umsetzen, weil etwa Innenstadtstandorte oder Filialen in Wohngebieten unterschiedliche Anforderungen hätten. Grundsätzlich gilt laut Reuter außerdem: „Schließfächer bieten deutlich höhere Sicherheitsstandards als die private Aufbewahrung zuhause“. Die Nachfrage der Kundschaft zeige, dass sie sinnvoll seien.

Einbruch in Sparkasse Gelsenkirchen

In einer Filiale der Sparkasse Gelsenkirchen war es vor dem Jahreswechsel zu dem spektakulären Einbruch gekommen. Unbekannte Täter bohrten sich durch eine Wand in den Tresorraum, in dem sich rund 3000 Schließfächer befanden. Fast alle wurden gewaltsam geöffnet und zahlreiche Gegenstände entwendet. Über 200 Ermittler arbeiten derzeit daran, den Tathergang zu rekonstruieren, Beweise zu sichern und Spuren zu verfolgen.

Sparkasse Gelsenkirchen: Einbrecher hatten sich mit Hilfe eines Bohrers im Dezember Zugang zum Tresorraum verschafft. Foto: Polizei Gelsenkirchen/dpa

Nach Angaben der Polizei war der Einbruch in den Tresorraum am 29. Dezember festgestellt worden. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Täter bereits am Vormittag des 27. Dezember das erste Fach aufgebrochen haben. Die Inhalte sind in der Regel jeweils nur bis zu 10.300 Euro versichert.

Geprüft wird nach Angaben von Innenminister Herbert Reul unter anderem, ob die Alarmanlage der Bank ausgeschaltet oder kaputt war. Nach Angaben der Polizei wird zudem davon ausgegangen, dass die Täter durch eine manipulierte Fluchttür vom Parkhaus in das Gebäude gelangt sind. Diese eigentlich nur von innen zu öffnende Tür sei so manipuliert gewesen, dass sie nicht richtig schloss. Nach Informationen des Magazins „Spiegel“ sollen die Täter zuvor durch ein Treppenhaus mit Bewegungsmeldern gekommen sein, die offensichtlich abgeklebt worden waren. Entdeckt worden war der Einbruch am 29. Dezember.

Die Sparkasse Gelsenkirchen hatte vor wenigen Tagen mitgeteilt, die Filiale mit dem Schließfachraum sei „nach dem anerkannten Stand der Technik gesichert“ gewesen. Den Einbrechern sei es aber dennoch gelungen, mehrere voneinander unabhängige Sicherungen zu überwinden.

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Nach Angaben eines Sparkassen-Sprechers vor Ort sollen die aufwendigen Ermittlungen und Sicherungsarbeiten im Keller der Bank noch Monate andauern. Die Polizei hat dazu mehrere sogenannte „Bearbeitungsstraßen“ aufgebaut, um Spuren im Tresorraum aufzunehmen, zu digitalisieren und zu katalogisieren. Es werde in den verstreut liegenden Schließfachbehältern und auf dem Boden immer wieder auch Bargeld gefunden - aber auch andere Gegenstände wie Briefmarken, berichtete der Sprecher.

Dass ein vollständiger Schutz vor krimineller Energie nicht möglich ist, haben Reuter zufolge auch die vielen Geldautomaten-Sprengungen in den vergangenen Jahren gezeigt. Diese würden inzwischen aber seltener vorkommen. Hier seien die Zahlen stark rückläufig.

Bloo, dpa
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