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US-Großbank JP-Morgan-Chef Jamie Dimon bereitet Anleger auf schwere Zeiten vor

Der CEO meldet sich nach seiner Herz-OP zurück. Er positioniert JP Morgan als starken Kreditgeber in der Krise. Die Dividende könnte erstmals fallen.
06.04.2020 Update: 06.04.2020 - 16:22 Uhr Kommentieren
Corona: JP Morgan erwartet schwere Rezession und Gewinneinbruch Quelle: Reuters
Jamie Dimon

Der JP-Morgan-Chef rechnet im laufenden Jahr wegen der Coronakrise mit einem starken Gewinneinbruch.

(Foto: Reuters)

Denver Mit einer deutlichen Botschaft meldet sich Jamie Dimon zurück zum Dienst. JP Morgan Chase „kann nicht immun sein gegen die Folgen“ der Coronakrise, schrieb der Chef von Amerikas größter Bank am Montag in einem Brief an seine Aktionäre. Das Institut habe bereits in den vergangenen Wochen im großen Stil zusätzliche Kredite an Unternehmen und Haushalte vergeben und werde dies auch weiter tun.

Doch damit „setzt sich die Bank auch Kreditausfällen in Milliardenhöhe aus“, warnte Dimon, der am längsten amtierende Chef eines großen Wall-Street-Instituts. Die Bank sei nach einem starken vergangenen Jahr gut positioniert, um das abzufedern, so Dimon. JP Morgan machte 2019 einen Nettogewinn von gut 36 Milliarden Dollar – so viel hatte noch nie eine Bank zuvor in einem Jahr verdient.

Dimon war Anfang März nach einer Not-Operation am Herzen für mehrere Wochen ausgefallen, arbeitet seit vergangener Woche jedoch wieder aus dem Homeoffice. Er verwies auf die Stresstests der US-Notenbank Federal Reserve, die im schlimmsten Fall annehmen, dass die Arbeitslosenquote auf zehn Prozent steigt und die Aktienmärkte um 50 Prozent einbrechen. Selbst dann würde JP Morgan in jedem Quartal in diesem Jahr noch profitabel sein, selbst wenn die Bank weiter eine Dividende zahlen würde. Auch „wenn man davon ausgehen sollte, dass unsere Gewinne 2020 deutlich sinken werden.“

Doch Dimon zeigte sich anders als viele andere Bankenchefs bereit, die Dividende zur Not zu streichen. Sollten die Folgen der Coronakrise deutlich schlimmer sein, als in den Stresstests der Fed angenommen, dann könnte der Verwaltungsrat „ein Aussetzen der Dividende“ erwägen, räumte Dimon ein. In so einem Szenario rechnet er mit einem Einbruch der Wirtschaftsleistung um 35 Prozent im zweiten Quartal und einer Arbeitslosenquote von 14 Prozent. Dieses Szenario sei „sehr ernst und hoffentlich unwahrscheinlich.“

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    Andere Chefs von US-Großbanken hatten sich zuletzt klar zu ihrer Dividende bekannt, darunter Brian Moynihan von der Bank of America, Michael Gorman von Morgan Stanley und Brian Corbat von der Citigroup.

    Beratungsgeschäft für Fusionen und Übernahmen eingebrochen

    Kommende Woche legen die US-Banken ihre Zahlen für das erste Quartal vor. Dann wird es einen ersten Einblick geben, wie die Krise sich auf die Bilanzen der Banken auswirkt. Analysten rechnen angesichts der heftigen Kursschwankungen mit besonders starken Handelsumsätzen. Das Beratungsgeschäft für Fusionen und Übernahmen dagegen ist eingebrochen.

    JP Morgan und andere Banken kündigten an, ihren Kunden 90 Tage mehr Zeit zu geben, um Hypotheken und Autokredite abzuzahlen. Zudem strichen sie eine ganze Reihe von Strafgebühren, um die Verbraucher zu entlasten.

    Mehr: Amerikas Offenbarungseid – Corona und die Systemfehler der USA.

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