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INGDie Digitalbank bietet künftig Echtzeit-Überweisungen mit Wero an

Europa will auch beim Bezahlen unabhängiger von den USA werden. Wero soll als Alternative zu Paypal und Co. aufgebaut werden. Nun bietet eine weitere große Bank das Zahlverfahren an. 14.08.2025 - 14:34 Uhr Artikel anhören
Eine Banking-App: ING will den Dienst noch in diesem Monat anbieten. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Frankfurt. Der noch junge europäische Paypal-Konkurrent Wero bekommt weitere Unterstützung: Europas größte Direktbank ING will den Bezahldienst noch im August ihren zehn Millionen Kundinnen und Kunden in Deutschland anbieten.

„Wir werden im August Wero live stellen“, kündigte ING-Deutschland-Chef Lars Stoy im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt an. „Wir sind eine der ersten deutschen Banken, die das voll in die eigene Banking-App integrieren wird. Das ist auch ein Feature, das der ING-Gruppe in Summe wichtig ist.“

Wer Wero nutzt, braucht im Unterschied zu einer herkömmlichen Überweisung nicht die Kontonummer des Empfängers, sondern kann Geld in Echtzeit an eine Handynummer oder E-Mail-Adresse senden. Die European Payments Initiative (EPI), ein Zusammenschluss europäischer Banken und Zahlungsdienstleister, will eine europäische Bezahlalternative zur US-Konkurrenz aus Paypal, Mastercard, Visa und Co. aufbauen.

Seit Anfang Juli 2024 ist EPI mit Wero am Start. Nutzen konnte dieses Angebot für das Bezahlen von Handy zu Handy hierzulande zunächst nur die Kundschaft von Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken über die Apps ihrer jeweiligen Institute. Inzwischen gibt es eine eigenständige Wero-App, die zum Beispiel bei der Postbank seit Ende November verfügbar ist.

Außer in Deutschland ist Wero bereits in Frankreich und Belgien verfügbar, für Österreich laufen derzeit Gespräche. Insgesamt zählt EPI in den bisherigen Teilnehmerländern nach jüngsten Angaben 42,5 Millionen registrierte Nutzerinnen und Nutzer. Zum Vergleich: Paypal kommt nach eigenen Angaben allein in Deutschland auf 35 Millionen aktive Kundenkonten.

„Wir tun als Europäer gut daran, an eigenen Bezahlsystemen zu arbeiten, um auch hier autark zu werden und die Abhängigkeit von anderen Bezahlverfahren zu verringern“, sagte ING-Deutschlandchef Stoy. „Wir werden als ING-Gruppe mit rund 40 Millionen Kunden schwerpunktmäßig in Europa alles tun, dass Wero ein Erfolg wird.“

Erstpublikation: 13.08.2025, 09:31 Uhr.

dpa
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