Berkshire Hathaway Inc.: Buffett geht wieder auf Einkaufstour – „Es gibt keinen Aktionär, der unglücklich ist“
Im Deal-Modus.
Foto: ReutersNew York. Warren Buffett ist wieder in seinem Element. Innerhalb von sechs Wochen hat er gleich drei Deals abgeschlossen. Für Aktienpakete des Ölkonzerns Occidental und des PC- und Druckerherstellers HP gab er gut zehn Milliarden Dollar aus. Für den Versicherer Alleghany 11,6 Milliarden Dollar – die größte Übernahme seiner Investmentholding Berkshire Hathaway seit 2016.
Für seine Aktionäre sind die Deals eine willkommene Strategie-Änderung. In den vergangenen Jahren war Buffett vor allem durch seine stoische Passivität aufgefallen. Angesichts der hohen Unternehmensbewertungen vor der Pandemie waren ihm viele Übernahmeziele schlicht zu teuer, auch wenn er mit Barreserven von zuletzt rund 144 Milliarden Dollar durchaus die Mittel hätte.
Doch Buffett blieb stur. Sein langjähriger Geschäftspartner Charlie Munger witzelte 2019, als Value-Investor „kann er einfach auf seinen Händen sitzen und nichts tun, wenn die Preise nicht stimmen. Darin ist er sehr gut.“
Nun jedoch ist Buffetts Moment gekommen. Berkshire ist mit der großen Energie- und Industriesparte so positioniert, dass das Konglomerat von steigenden Zinsen profitieren kann. Und während große Tech-Konzerne, lange Zeit die absoluten Stars an der Wall Street, unter dem neuen Zinsumfeld leiden, erreicht die Berkshire-Aktie immer neue Rekorde.