Fintech: Berliner Kryptobank Nuri ist insolvent – 500.000 Kunden mit 500 Millionen Euro Vermögen betroffen
Das Fintech hat am Dienstag Insolvenz angemeldet.
Foto: NuriFrankfurt. Bis zuletzt hat das Berliner Fintech Nuri um eine neue Finanzierungsrunde gerungen, allerdings ohne Erfolg: Am Dienstagnachmittag meldete die Firma Insolvenz an.
Die Nachwirkungen der Coronapandemie, die wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten in den Märkten nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine und die Abkühlung in den Kapitalmärkten setzten das globale Start-up-Ökosystem unter Druck, erklärte Nuri. Darüber hinaus habe es zahlreiche negative Entwicklungen an den Kryptomärkten gegeben.
Dieses herausfordernde Umfeld habe die Geschäftsentwicklung der Nuri GmbH nachhaltig belastet und die Geschäftsführung nun dazu veranlasst, einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg zu stellen, teilte das Unternehmen mit. Dieser Schritt sei notwendig, um den Weiterbetrieb der App und die Erfüllung der Verbindlichkeiten von Nuri sicherzustellen.
Laut Nuri sind die Guthaben ihrer Kunden wegen der Insolvenz nicht in Gefahr. Das gelte für Euro-Guthaben auf den Bankkonten, für die Kryptowährungen in den digitalen Geldbörsen und die digitalen Investmentvehikel Nuri Pots.
„Auch während des Insolvenzverfahrens haben Nuri-Kunden weiterhin garantierten Zugang zu ihren Einlagen und können sie jederzeit in vollem Umfang abheben“, erklärte die Firma. Bis auf Weiteres würden die App und alle anderen Produkte und Dienstleistungen fortgeführt.