Geld: Vier Gründe, warum es die Deutsche Mark noch immer gibt
Frankfurt. Die Deutsche Mark: 1948 als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt, zum Jahreswechsel 2001/02 dann vom Euro abgelöst, ist die Währung heute ein Relikt der Vergangenheit. Ein Anachronismus, ohne Funktion und praktischen Nutzen. Eigentlich. Denn seit 23 Jahren zahlen wir in Deutschland schon mit dem Euro.
Dennoch tauschen noch immer Jahr für Jahr Menschen Millionensummen alter D-Mark-Bestände bei der Bundesbank in Euro um. 2023 waren es laut Bundesbank mehr als 58 Millionen D-Mark, 2024 noch gut 53 Millionen D-Mark. Heutiger Gegenwert: mehr als 27 Millionen Euro.
Mehr als 98.000 Umtauschvorgänge zählte die Bundesbank 2024. Im Schnitt seien pro Vorgang gut 540 Mark getauscht worden. Am häufigsten eingereicht wurden: der 100-Mark-Schein und die 1-Pfennig-Münze.
12,2 Milliarden D-Mark wurden nie zurückgegeben
Als die D-Mark 2002 ihren Status als offizielle Währung verlor, waren laut Bundesbank noch 162,3 Milliarden Mark im Umlauf. 7,5 Prozent davon bzw. knapp 12,2 Milliarden D-Mark – fast 163 Millionen Scheine und mehr als 23 Milliarden Münzen – wurden bis heute aber einfach nie zurückgegeben. Dabei wären diese Altbestände im Umlauf sage und schreibe 6,24 Milliarden Euro wert.