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GeldSo erklärt die EZB-Präsidentin Lagarde die Zinsentscheidung

Live-BlogDie EZB senkt den Einlagenzins um weitere 0,25 Prozentpunkte. Wie steht es um die weiteren Zinsaussichten? Lesen Sie hier die wichtigsten Aussagen von Christine Lagarde bei der Pressekonferenz.Leonidas Exuzidis, Frank Wiebe 13.09.2024 - 11:36 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) trifft sich in Frankfurt.

Foto: Arne Dedert/dpa
12.09.2024 – 12:32 Uhr Leonidas Exuzidis

Das Wichtigste im Überblick
  • EZB senkt Einlagenzins um weitere 25 Basispunkte

  • Inflationsprognose wird im Wesentlichen bestätigt

  • Notenbank passt Rahmenwerk am 18. September an

12.09.2024 – 12:39 Uhr Leonidas Exuzidis
Hier können Sie die Pressekonferenz von EZB-Präsidentin Christin Lagarde noch einmal in voller Länge sehen:
12.09.2024 – 13:45 Uhr Leonidas Exuzidis
Die nächste Ratssitzung findet am 17. Oktober statt. Sie findet in Slowenien statt. Wir bedanken uns für Ihr Interesse und wünschen noch einen schönen Tag.
12.09.2024 – 13:44 Uhr Leonidas Exuzidis
Die September-Sitzung hat nur geringfügige Erkenntnisse gebracht. Die Senkung des Einlagenzinses kam alles andere als überraschend. Zu den weiteren Zinsaussichten hat sich Lagarde erneut zurückhaltend geäußert. Auch, wenn die Inflation zum Jahresende nochmal anziehen dürfte, sieht sich die EZB auf einem guten Weg, das Inflationsziel von zwei Prozent gegen Ende des Jahres 2025 zu erreichen. Erhöhte Aufmerksamkeit gilt weiter der Preisentwicklung bei Dienstleistern, die aktuell über den Erwartungen liegt. 
12.09.2024 – 13:41 Uhr Leonidas Exuzidis
Die Pressekonferenz mit Christine Lagarde ist beendet. 
12.09.2024 – 13:38 Uhr Leonidas Exuzidis
Habe abseits der Senkung des Einlagenzinses Uneinigkeit im Rat geherrscht? Lagarde antwortet ausweichend und verweist auf umfassende Diskussionen im Rat. 
12.09.2024 – 13:36 Uhr Leonidas Exuzidis
Die schwache Konjunkturentwicklung in Deutschland, der größten Volkswirtschaft im Euro-Raum, habe die EZB nicht überrascht, sagt Lagarde. Die Situation sei in den neuen Projektionen berücksichtigt. Lagarde betont, dass es stark heterogene Entwicklungen in den Mitgliedsländern gebe. Sie verweist etwa auf das vergleichsweise starke Wachstum in Spanien und den Niederlanden.
12.09.2024 – 13:33 Uhr Leonidas Exuzidis
Lagarde stellt klar: Strukturelle Reformen, die Draghi anmahnt, seien nicht Aufgabe der Zentralbank, sondern der Politik.
12.09.2024 – 13:29 Uhr Leonidas Exuzidis
Die Preisentwicklung bei Dienstleistungen erfordere besondere Aufmerksamkeit, sagt Lagarde. Während andere Komponenten der Inflation sinken, geht der Trend hier nach oben. Die Entwicklung sei unter anderem auf Urlaubsreisen und Versicherungsprämien zurückzuführen. Sie erwartet jedoch, dass sich der Auftrieb im nächsten Jahr abschwächen werde. Darauf deuteten Frühindikatoren etwa auf der Lohnseite hin.
12.09.2024 – 13:23 Uhr Leonidas Exuzidis
Die geldpolitische Straffung zeige noch immer Wirkung, sagt Lagarde in Bezug auf die zeitliche Verzögerung, mit der Geldpolitik wirkt. Nun gehe es darum, den Effekt schrittweise abzuschwächen. Strukturelle Probleme wiederum könne Geldpolitik nicht lösen. Sie verweist auf den jüngsten EU-Bericht von Mario Draghi. Die Inhalte seien sehr wertvoll, um notwendige Reformen anzustoßen – und auch für die Notenbank, damit die Geldpolitik besser wirkt. Wenn etwa die Produktivität infolge von Reformen steige oder die Kapitalmarktunion vollendet werde, sei dies unterstützend für die Entwicklung von Inflation und Wachstum – und demnach auch für die Ziele der EZB.
12.09.2024 – 13:18 Uhr Leonidas Exuzidis
Wie lange werde das Zinsniveau restriktiv bleiben, möchte ein Journalist wissen. So lange wie nötig, antwortet Lagarde. Man könne nicht sagen, wo der neutrale Zins liegt, sagt sie. Auf diesem Niveau wird die Wirtschaft weder gebremst noch gestärkt.
12.09.2024 – 13:17 Uhr Leonidas Exuzidis
Wie sieht Lagarde den Einstieg der Unicredit bei der Commerzbank und eine mögliche grenzüberschreitende Fusion im Bankensektor? Die EZB ist für die Überwachung der Banken zuständig. Auf solche Zusammenschlüsse hätten die Aufseher gehofft, sagt sie. Es werde „interessant“, die Entwicklung diesbezüglich zu beobachten.
12.09.2024 – 13:15 Uhr Leonidas Exuzidis
Die nächste Ratssitzung steht bereits in sechs Wochen an. Lagarde hält sich bedeckt und lässt sich nichts entlocken. Sie wiederholt: Die EZB werde datenabhängig agieren und sich nicht vorab auf eine Politik festlegen.
12.09.2024 – 13:13 Uhr Leonidas Exuzidis
Aufgrund eines Basiseffekts bei Energie werde die Inflation im vierten Quartal wieder ansteigen, sagt Lagarde. Es gehe darum, aus den Daten einen mittelfristigen Trend zu erkennen. 
12.09.2024 – 13:12 Uhr Leonidas Exuzidis
Data-dependancy does not mean data point-dependancy. We do not focus on one single number.
Christine Lagarde
12.09.2024 – 13:11 Uhr Leonidas Exuzidis
Lagarde verweist einmal mehr auf die drei Entscheidungskriterien für die Geldpolitik: den gegenwärtigen Preisdruck, die Inflationsaussichten und den Effekt auf die Realwirtschaft. Die jüngsten Daten seien im Einklang mit der Erwartung, dass sich der Prozess sinkender Inflationsraten mittelfristig fortsetze.
12.09.2024 – 13:08 Uhr Leonidas Exuzidis
Warum hat die EZB den Einlagenzins um 25 und nicht um 50 Basispunkte gesenkt? Die Entscheidung sei einstimmig gefallen, sagt Lagarde. Mit dieser Senkung sehe man sich darin bestätigt, dass das Inflationsziel von 2,0 Prozent bald erreicht wird. 
12.09.2024 – 13:05 Uhr Leonidas Exuzidis
Nun können die Journalistinnen und Journalisten ihre Fragen stellen.
12.09.2024 – 13:00 Uhr Leonidas Exuzidis

Der Auftrieb bei den Löhnen hat sich im zweiten Quartal abgeschwächt: von 4,8 auf 4,3 Prozent. Trotzdem ist das Wachstum noch zu hoch, betont Lagarde. Von Löhnen gehe aktuell besonders hoher Preisdruck aus, sagt sie. 

12.09.2024 – 12:58 Uhr Leonidas Exuzidis
Governments should now make a strong start in the direction of their medium term plans for fiscal and structural policies.
Christine Lagarde
12.09.2024 – 12:57 Uhr Leonidas Exuzidis
Lagarde mahnt erneut fiskalische Disziplin an. Neuverschuldung und Schuldenstand müssten tragfähig sein, fordert sie.
12.09.2024 – 12:54 Uhr Leonidas Exuzidis
Die Konjunktur im Euro-Raum ist im zweiten Quartal um 0,2 Prozent gewachsen, nach 0,3 Prozent zu Jahresbeginn. Der private Konsum habe jedoch nachgelassen, betont Lagarde. Dienstleistungen hätten das Wachstum angeschoben, die Industrietätigkeit und der Konsum hingegen hätten sich nicht wie erhofft entwickelt. Die geldpolitische Anpassung solle den Konsum nun wieder stärken.
12.09.2024 – 12:48 Uhr Leonidas Exuzidis

Bei der EZB-Sitzung gab es eine Besonderheit, die Bedeutung für das gesamte Finanzsystem hat: Die Notenbank hat sich auf ein neues Rahmenwerk festgelegt, das am 18. September in Kraft tritt und eine gute Liquiditätsversorgung der Banken sicherstellen soll.

Der für die Geldpolitik entscheidende Einlagenzins und zwei Sätze für kurzfristige Kredite der EZB an die Banken werden enger zusammengeführt. Deswegen wird der Hauptrefinanzierungssatz, allgemein bekannt als Leitzins, künftig bei 3,65 Prozent liegen und die so genannte Spitzenrefinanzierungsfazilität bei 3,9 Prozent.

Experten sind sich einig, dass dieser Schritt an den Kapitalmärkten kaum Effekte hervorruft. Denn geldpolitisch entscheidend ist allein die Absenkung des Einlagensatzes auf 3,5 Prozent.

12.09.2024 – 12:47 Uhr Leonidas Exuzidis
Wie gewohnt liest Lagarde anfangs die geldpolitischen Beschlüsse vor. 
12.09.2024 – 12:46 Uhr Leonidas Exuzidis
Christine Lagarde betritt die Bühne. An ihrer Seite ist wie gewohnt Vizepräsident Luis de Guindos.
12.09.2024 – 12:42 Uhr Leonidas Exuzidis
12.09.2024 – 12:41 Uhr Leonidas Exuzidis
Die Inflationsprognose ist im Wesentlichen konstant geblieben. Die EZB erwartet, dass die Gesamtinflationsrate für 2024 bei 2,5 Prozent liegen wird, 2025 bei 2,2 Prozent und 2026 bei 1,9 Prozent. Die Erwartungen an das Wirtschaftswachstum hingegen musste die Notenbank leicht nach unten korrigieren.

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