
- EZB senkt Einlagenzins um weitere 25 Basispunkte
- Inflationsprognose wird im Wesentlichen bestätigt
- Notenbank passt Rahmenwerk am 18. September an
Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) trifft sich in Frankfurt.
Foto: Arne Dedert/dpa


















Der Auftrieb bei den Löhnen hat sich im zweiten Quartal abgeschwächt: von 4,8 auf 4,3 Prozent. Trotzdem ist das Wachstum noch zu hoch, betont Lagarde. Von Löhnen gehe aktuell besonders hoher Preisdruck aus, sagt sie.




Bei der EZB-Sitzung
gab es eine Besonderheit, die Bedeutung für das
gesamte Finanzsystem hat: Die Notenbank hat sich auf ein neues Rahmenwerk
festgelegt, das am 18. September in Kraft tritt und eine gute Liquiditätsversorgung
der Banken sicherstellen soll.
Der für die
Geldpolitik entscheidende Einlagenzins und zwei Sätze
für kurzfristige Kredite der EZB an die Banken werden enger zusammengeführt.
Deswegen wird der Hauptrefinanzierungssatz, allgemein bekannt als Leitzins,
künftig bei 3,65 Prozent liegen und die so genannte Spitzenrefinanzierungsfazilität
bei 3,9 Prozent.
Experten sind sich einig, dass dieser Schritt an den Kapitalmärkten kaum Effekte hervorruft. Denn geldpolitisch entscheidend ist allein die Absenkung des Einlagensatzes auf 3,5 Prozent.




