Geldpolitik: Drei Erkenntnisse aus der Fed-Entscheidung für die Märkte
Der Fed-Chef hat sich weiteren Spielraum für eine schärfere Geldpolitik verschafft.
Foto: ReutersFrankfurt. Am Tag nach der wohl wichtigsten Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) seit Jahren versuchen sich Märkte und Experten noch zurechtzufinden. Notenbankchef Jerome Powell hatte am Mittwoch eine Zinserhöhung für März konkret in Aussicht gestellt und sich weiteren Spielraum für eine schärfere Geldpolitik verschafft.
Die Märkte reagierten zunächst negativ, beruhigten sich aber danach wieder. Aus den Reaktionen leiten sich drei Erkenntnisse ab:
- Der Fed-Chef hat ungefähr geliefert, was erwartet wurde.
- Powells Versuch, möglichst transparent und zugleich flexibel vorzugehen, hinterlässt Unsicherheit.
- Es bestätigt sich der Trend zu einer härteren Geldpolitik, den die Investoren schon vor der Sitzung befürchteten.
Die US-Anlagegesellschaft PGIM stellt in einer aktuellen Studie die entscheidende Frage: „Überleben die Märkte den Kurswechsel der Fed?“ Die Antwort von Anleihechef Robert Tipp und der leitenden Ökonomin Ellen Gaske lautet, „dass sich die Risikomärkte angemessen auf die bevorstehende Straffung vorbereitet haben und sich nun, da die Fed ihre Pläne dargelegt hat, stabilisieren könnten“.
Die Experten stellen fest, dass vor allem die Anleiherenditen im zweijährigen Bereich angezogen haben, während die wichtige Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe bei 1,8 Prozent verharrte. Dort wird sie nach Ansicht von PGIM auch in etwa bleiben, wenn die Fed ihre Pläne durchzieht.