US-Notenbank: „Ziemlich viel Raum für Zinserhöhungen“ – Fed-Chef Powell stellt Märkte auf deutliche Wende ein
An den Märkten dominierte über Tage hinweg die Angst. Einige Anleger nutzten das zum Zukauf.
Foto: ReutersNew York, Düsseldorf. So deutlich ist Notenbank-Chef Jerome Powell selten: Amerikas führende Notenbanker seien grundsätzlich „der Ansicht, dass wir im März die Zinsen anheben könnten“, betonte er am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Washington. Noch ließ er die Zinsen auf dem Rekordtief nahe null, doch schon bald soll sich die Gangart der Fed deutlich ändern.
Lange hat Powell diesen Schritt hinausgezögert. Doch aufgrund der hartnäckigen Inflation werde die Fed nun handeln. Die nächste Sitzung der Zentralbank steht für Mitte März an und im Jahresverlauf dürfte sie mehrmals nachlegen.
Die Fed gehe zwar davon aus, dass die wirtschaftlichen Daten aufgrund der Verbreitung der Omikron-Variante etwas schwächer ausfallen können. Doch das sei vermutlich nur ein vorübergehender Effekt. Der Arbeitsmarkt sei enorm stark, so Powell, und werde noch eine ganze Weile stark bleiben.
Voraussetzung für eine Zinserhöhung ist der Stopp des in der Pandemie eingeführten großen Wertpapierkaufprogramms, dessen baldiges Ende nun von der Fed besiegelt wurde. Es soll weiterhin um 30 Milliarden Dollar pro Monat abgebaut werden. Damit wäre dieses als Tapering bekannte Manöver dann Anfang März abgeschlossen.