PCE-Index: Für Fed wichtiger Inflationswert nimmt ab
Düsseldorf. In den USA hat ein für die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) wichtiger Inflationsindikator überraschend abgenommen. Die Kerninflation des Indexes für die privaten Konsumausgaben (PCE) lag im September auf Jahressicht bei 2,8 Prozent. Dies geht aus am Freitag veröffentlichten Daten des US-Handelsministeriums hervor. Ökonomen hatten eine Stagnation bei 2,9 Prozent erwartet.
Der PCE-Index misst die Konsumausgaben der US-Haushalte. Sein Wachstum wird von der Fed als bevorzugtes Inflationsmaß verwendet. Der private Konsum gilt als Antrieb der US-Wirtschaft.
Bei der Kerninflation werden die schwankungsanfälligen Preise für Energie und Lebensmittel aus dem Index ausgeklammert. Wegen der nicht berücksichtigten volatilen Preise gilt die Kerninflation als guter Indikator für den Inflationstrend.
Der gesamte Index lag auf Jahressicht ebenfalls bei 2,8 Prozent, die zweite Zunahme in Folge. Somit entwickelte sich der Wert wie prognostiziert. Im August war der Index auf 2,7 Prozent gestiegen.
Die Zahlen haben allerdings nur eine begrenzte Aussagekraft. Hätte es den Shutdown der US-Regierung nicht gegeben, würden auch Daten für den Oktober vorliegen. Für den Monat werden zudem keine Verbraucherpreise (CPI) veröffentlicht. Auf den Agenden der zuständigen Statistikämter stehen nur Veröffentlichungen der November-Daten – und die erst nach der nächsten Sitzung der Fed.
Dass die Notenbanker bei ihrer Sitzung in der kommenden Woche die Zinsen senken, gilt am Markt als weitestgehend ausgemacht. Laut CME-Fedwatch-Tool glauben mehr als 87 Prozent der Marktteilnehmer an eine Zinssenkung um 25 Basispunkte. Aktuell liegt der Leitzins in einer Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent.
Stimmung der US-Verbraucher steigt überraschend stark
Indes hellte sich die Stimmung unter den US-Verbrauchern inmitten des Weihnachtsgeschäfts überraschend deutlich auf. Das Konsumbarometer legte im Dezember auf 53,3 Punkte zu, wie die Universität Michigan am Freitag zu ihrer Umfrage mitteilte.
Im November hatte es noch bei 51,0 Zählern gelegen. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen waren nur von einem Anstieg auf 52,0 Punkte ausgegangen. „Insgesamt haben sich die Einschätzungen der aktuellen Lage kaum verändert, während sich die Erwartungen verbessert haben“, sagte Umfragechefin Joanne Hsu. Besonders zu ihren persönlichen Finanzen gaben sich die Befragten optimistischer.
Mit Material der Nachrichtenagentur Reuters