Ratingagenturen: Rating-Ausblick für Italien angehoben – und für Frankreich gesenkt
Mailand. Die Ratingagentur DBRS stuft den Ausblick für Italien auf „positiv“ von zuvor „stabil“ hoch. Damit kann das Land auf eine Höherstufung der Bonität in der näheren Zukunft hoffen. Die Agentur teilte am Freitag zur Begründung mit, eine Verbesserung des finanzpolitischen Kurses in Italien zu erwarten.
Die Kreditwürdigkeit des Landes wurde mit „BBB“ bestätigt. Die Agentur bescheinigt dem Land damit eine befriedigende Bonität mit einer angemessenen Deckung von Zins und Tilgung aber auch spekulativen Charakteristika. In der vergangenen Woche hatte auch die Agentur Fitch den Rating-Ausblick für Italien auf „positiv“ von zuvor „stabil“ angehoben.
Frankreich war ebenfalls als „stabil“ bewertet von der Ratingagentur Moody's. Diese hat allerdings den Rating-Ausblick für Frankreich auf „negativ“ gesenkt. Damit drohen dem Land eine Herabstufung in näherer Zukunft und in der Folge auch teurere Kredite.
Die Einstufung der Kreditwürdigkeit der langfristigen Anleihen bleibe zunächst bei „Aa2“ und damit im Investmentbereich, teilten die Bonitätswächter am Freitag mit. Die US-Agentur bescheinigt dem Land damit eine gute bis sehr gute Kreditwürdigkeit mit einer hohen Zahlungswahrscheinlichkeit. Die Rating-Agentur verwies zur Begründung auf die wachsende Unsicherheit, ob das Land in der Lage sein wird, das zunehmende Haushaltsdefizit einzudämmen.