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GoldpreisKrisenindikator oder Fehlsignal: Wie nachhaltig ist der Preisanstieg beim Gold?

Steigende Zinsen sollten eigentlich den Goldpreis belasten. Davon ist aktuell aber nichts zu sehen. Dafür sehen Experten vor allem zwei Gründe.Andreas Neuhaus 14.04.2022 - 09:53 Uhr Artikel anhören

Das Edelmetall profitiert aktuell von seinem Ruf als sicherer Hafen.

Foto: imago/photothek

Düsseldorf. Während bei Aktien und Anleihen die Kurse fallen, profitiert aktuell eine andere Assetklasse: Gold. Das Edelmetall ist seit Anfang April um zwei Prozent im Wert gestiegen auf zuletzt rund 1970 Dollar pro Feinunze (rund 31,1 Gramm). Der Weltaktienindex MSCI World ist im selben Zeitraum um zwei Prozent gesunken, der Kurs der zehnjährigen US-Staatsanleihen um mehr als drei Prozent.

Dabei steigen die Zinsen, was Gold als nicht zinstragendem Vermögenswert eigentlich schadet. Einige Experten wie Jeffrey Halley, Analyst beim Onlinebroker Oanda, zeigen sich deshalb verwundert über die Entwicklung. Wie nachhaltig ist also der Preisanstieg bei Gold?

„Entweder tappt der Goldmarkt in eine Bullenfalle, oder der Goldmarkt sagt uns, dass die inflations- und geopolitischen Risiken viel größer sind, als wir in den Schlagzeilen sehen“, sagt Halley. Als Bullenfalle wird in der technischen Analyse bezeichnet, wenn Anleger meinen, ein Kaufsignal zu erkennen, und auf steigende Kurse setzen, dann aber von einer negativen Kursentwicklung überrascht werden.

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