Grundschuld löschen: So treffen Sie eine Entscheidung für Ihre Immobilie
Wer den Hauskredit abbezahlt hat, kann bei der Grundschuld hunderte Euro sparen.
Foto: imago images/blickwinkelFrankfurt. Die wenigsten Eigentümer haben ihr Haus oder ihre Wohnung mit dem eigenen Vermögen bezahlt. Meist finanziert eine Bank die Immobilie mit einem Kredit. Den gibt es natürlich nicht umsonst: Neben den Zinsen verlangen viele Banken eine Sicherheit für den Fall, dass der Kreditnehmer die Raten nicht tilgen kann, die sogenannte Grundschuld. Die Grundschuld berechtigt die Bank, die Immobilie zu verkaufen, etwa um offene Schulden zu decken.
„Die Grundschuld ist als Sicherheit weiter verbreitet als etwa die klassische Hypothek, die wesentlich unflexibler und bürokratischer ist“, sagt Kai Weber vom Baufinanzierungsvermittler Dr. Klein. Kreditnehmer können sich nicht aussuchen, ob sie lieber einen Grundschuldbrief oder eine Hypothek als Sicherheit hinterlegen möchten. Das entscheidet immer das Kreditinstitut.
Wenn der Kredit eines Tages abgezahlt ist, wollen viele Eigentümer ihre Grundschuld so schnell wie möglich löschen. Unbedingt notwendig ist dieser Schritt nicht – und er kostet Geld. Experten empfehlen, vor der Löschung einige Punkte zu klären.
Obwohl die Grundschuld wie die Hypothek auch ein sogenanntes Grundpfandrecht ist, unterscheiden sich die Absicherungsformen deutlich: Beide sind zwar in der Regel so hoch wie die vereinbarte Darlehenssumme und stehen im Grundbuch. Aber anders als eine Hypothek ist die Grundschuld nicht an die Kreditsumme gekoppelt.