Digitalisierung: Wie KI die Immobilienvermittlung verändern kann
München. Ein Avatar führt online durch die Wohnung, der Text für die Präsentation stammt von ChatGPT – so könnten virtuelle Immobilienbesichtigungen für interessierte Käufer oder Mieter bald aussehen. Die Einsatzmöglichkeiten für Künstliche Intelligenz (KI) bei Immobilienvermittlungen sind vielfältig.
Doch die Firmen sind bei der Umsetzung noch zurückhaltend. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von Cloudbrixx, einem Anbieter von Immobiliensoftware. Von den befragten 87 Fach- und Führungskräften aus der Immobilienwirtschaft nutzt knapp die Hälfte KI-gestützte Tools wie ChatGPT, Copilot oder Perplexity. Doch von einem flächendeckenden Einsatz im operativen Betrieb sei die Branche weit entfernt, heißt es.
Damit sich das ändert, muss die Branche zunächst Fortschritte bei der Digitalisierung und Datenaufbereitung machen. Solange die Datenbasis unstrukturiert oder lückenhaft sei, könne auch KI nicht sinnvoll wirken, sagt Marko Broschinski, Vertriebsleiter von Intreal Solutions, einem IT-Anbieter für die Immobilienbranche.
Auch Alexander Köth betont: „Die wesentliche Grundlage bilden die Datenbanken mit den Informationen zu den Objekten.“ Köth ist Geschäftsführer von Empro. Das Unternehmen entwickelt Softwareprodukte für Immobilienmakler und die Wohnungswirtschaft. Davon ausgehend könnten Wohnungen vermittelt oder verwaltet werden.