Ferienimmobilien: Preise von 15.000 Euro pro Quadratmeter: Österreichs Zweitwohnsitze sind gefragt wie nie
In Österreich gehen die Preise für Zweitwohnungen durch die Decke.
Foto: imago/Action PicturesWien. Der Markt für Feriendomizile in Österreich bricht derzeit so manchen Rekord. „Am Bodensee, an den Kärntner Seen und an den Seen des Salzkammerguts ist die Nachfrage so lebhaft wie nie“, sagt Bernhard Reikersdorfer, Geschäftsführer des Maklers Remax Austria.
Und das sind nicht die einzigen Boomregionen: Teilweise horrende Preise herrschen seit einiger Zeit in den westlichen Bundesländern Vorarlberg, Tirol und Salzburg, wo sich die großen Skigebiete befinden.
Die Tiroler Gemeinde Kitzbühel beispielsweise, nur rund zwei Fahrstunden von München entfernt, zählt laut einer Zusammenstellung der Schweizer Bank UBS zu den luxuriösesten Zweitwohnungsmärkten in den Alpen. Jahr für Jahr steigen die Preise stark. Eine Liegenschaft im gehobenen Segment kostet mittlerweile pro Quadratmeter rund 15.000 Euro; in ähnlichen Sphären bewegen sich die Preise in St. Anton am Arlberg.
Angesichts der niedrigen Zinsen und hoher Aktienbewertungen suchen wohlhabende Sparer nach soliden Sachwerten, um ihr Vermögen zu diversifizieren. Fündig werden sie in Österreichs Tourismusregionen.
Gleichzeitig sind die hohen Immobilienpreise vielerorts zu einem Politikum geworden. Bei der einheimischen Bevölkerung steigt der Unmut. Sie befürchtet, dass sie auf dem Wohnungsmarkt nicht mehr zum Zug kommt.