Immobilien: Acht Irrtümer rund ums Dämmen, die Sie kennen sollten
Berlin. Kaum ein Thema spaltet Immobilieneigentümer so sehr wie die Dämmung von Häusern. Für die einen ist sie ein Gebot der Vernunft, für die anderen ein Symbol einer überregulierten Klimapolitik. Unstrittig ist, dass eine gute Dämmung den Energieverbrauch beim Heizen senkt, sie aber auch durchaus aufwendig und teuer sein kann. Daneben sind viele Irrtümer verbreitet, die sich teilweise schon seit Jahrzehnten halten. Acht häufig vorgebrachte Einwände gegen das Dämmen von Wohnhäusern im Faktencheck:
1. Irrtum: Dicke Mauern in alten Häusern dämmen gut genug
Mauersteine sind keine isolierenden Baumaterialien. Sie leiten Wärme. Je dicker eine Wand ist, desto mehr Wärme kann sie speichern. Es dauert dann etwas länger, bis die Wärme an die kühlere Umgebung wieder abgegeben ist. Ohne Dämmung können aber auch Gebäude mit dicken Mauern keine Wärme halten. Das kann jeder im Winter beim Besuch einer unbeheizten Kirche oder Burg spüren.
2. Irrtum: Fenster dürfen nicht zu luftdicht sein, sonst schimmelt es
Über schlecht gedämmte Fenster verliert ein Gebäude viel Wärme. Aber auch Luft kann durch sie entweichen. Isolieren Fenster gut, bedeutet das jedoch nicht, dass es schimmeln muss. „Schimmel entsteht vor allem, wenn Feuchtigkeit nicht abgeführt wird und Oberflächen zu kalt sind“, sagt Simon Schmidt, Leiter der Abteilung Hygrothermik am Fraunhofer-Institut für Bauphysik.