Immobilien: „Die Preisforderungen sind realistischer geworden“
Düsseldorf. Nach Jahren der Krise setzt der börsennotierte Projektentwickler Instone wieder auf den Neubau von Wohnungen. Sein derzeit größtes Vorhaben befindet sich in Düsseldorf – die sich auf 15 Hektar erstreckenden Benrather Gärten, die das Unternehmen von der angeschlagenen Adler Group übernommen hat.
Im Interview mit dem Handelsblatt erläutert Vorstandschef Kruno Crepulja, welche Pläne das Unternehmen für das Areal einer ehemaligen Stahlfabrik hat: „Wir reden über 800 bis 1000 Wohnungen für die breite Mittelschicht und ein Gesamtprojektvolumen von 450 bis 500 Millionen Euro“, sagt der Manager.
Das Projekt ist eines von mehreren Zukäufen, die Instone kürzlich angekündigt hatte, ohne bislang Details zu nennen. Im Interview erwähnt Crepulja auch noch zwei weitere kleinere Projekte: das Luitpold-Viertel in Nürnberg mit 160 Eigentumswohnungen und das Löwitz-Quartier in Leipzig mit 162 Wohnungen.
„Wir sehen, dass sich der Markt wieder in die richtige Richtung bewegt“, sagt Crepulja. Besonders groß sei das Interesse von Kapitalanlegern. Er beobachtet „eine sehr hohe Nachfrage, und zwar auf einem höheren Niveau als in den Hochzeiten des Immobilienbooms“.
Instone profitiert nach eigenen Angaben auch davon, besonders günstig bauen zu können. „Wir reden, je nach Stadt und Lage, vielleicht von 3500 bis 4000 Euro den Quadratmeter inklusive Grundstückskosten“, sagt der Manager. Bei den reinen Baukosten liege das Unternehmen bei weniger als 3000 Euro pro Quadratmeter.