1. Startseite
  2. Finanzen
  3. Immobilien
  4. Immobilien: „Generation Miete“? – Junge Menschen ticken anders

Immobilien„Generation Miete“? – Junge Menschen ticken anders

Wer jung ist, träumt davon, ungebunden und zur Miete zu leben? Nicht wirklich. Eine Umfrage legt offen, dass junge Erwachsene erstaunlich konservativ in Wohnfragen sind – in der Theorie.Carsten Herz 21.02.2025 - 11:20 Uhr Artikel anhören
Junges Paar beim Planen: In Wohnfragen sind viele junge Erwachsene erstaunlich konservativ. Foto: E+/Getty Images

Frankfurt. Miete statt Wohneigentum: Junge Menschen wohnen Studien zufolge inzwischen seltener im Eigenheim als noch zu Anfang des Jahrtausends. Von der „Generation Miete“ spricht das Institut der deutschen Wirtschaft (IW). Doch träumen junge Erwachsene wirklich davon, in den Großstädten in Wohngemeinschaften zur Miete zu wohnen?

Eine am Donnerstag präsentierte Umfrage im Auftrag des Immobilienportals Immoscout24 kommt zu anderen Ergebnissen.

Der Wunsch nach Wohneigentum in der jungen Altersgruppe ist demnach überdurchschnittlich groß. Laut der Umfrage sind 85 Prozent der jungen Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 29 Jahren an einem Immobilienkauf interessiert.

Zum Vergleich: Bei allen Befragten unter 50 Jahren sind es nur 65 Prozent. Insgesamt äußerten 48,1 Prozent der Umfrageteilnehmer über alle Altersgruppen hinweg den Wunsch, eine Immobilie zu erwerben.

Besonders in Süddeutschland ist der Traum vom Eigenheim  ausgeprägt. 62 Prozent aller Befragten wollten dort ein Haus oder eine Wohnung besitzen. Als wichtigste Gründe für Wohneigentum gelten demnach Sicherheit, Unabhängigkeit und die Altersvorsorge.

Letzteres ist dabei in der Altersgruppe der 40- bis 49-Jährigen das wichtigste Argument, während für die 60- bis 69-Jährigen eine bessere Wohnqualität im Vordergrund steht.

Vielen fehlt Eigenkapital

Doch es ist vor allem ein Punkt, an dem der Wunsch von Immobilieninteressenten häufig scheitert: die eigene Finanzkraft. So sind laut der Befragung die Hauptgründe gegen den Erwerb von Wohneigentum zu wenig Eigenkapital (28 Prozent) und zu hohe Preise (27 Prozent).

Zwei von drei Mietern würden gerne Wohneigentum erwerben, scheiterten dabei aber oft an finanziellen Hürden, ergab jüngst bereits eine Forsa-Umfrage. Bei 40 Prozent reicht das Einkommen demnach nicht für die Kreditrate aus.

Verwandte Themen
Altersvorsorge

„Die Eigentumsquote in Deutschland ist leider noch immer gering“, sagt Immoscout24-Geschäftsführerin Gesa Crockford. „43 Prozent der Befragten verfügen über ein Eigenkapital von unter 10.000 Euro.“ Bei Mietern liegt dieser Anteil mit 51 Prozent noch höher.

Die repräsentative Umfrage unter 515 Teilnehmern im Auftrag von Immoscout24 führte die Analyse- und Beratungsfirma Goldberger Marktanalytik durch.

Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
remind.me
Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
Homeday
Immobilienbewertung von Homeday - kostenlos, unverbindlich & schnell
Anzeige
IT Boltwise
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Presseportal
Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT
Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de
Produktvergleich - schnell zum besten Produkt