Investment: Deka erhöht Risiko-Einstufung milliardenschwerer Immobilienfonds
Frankfurt. Die DekaBank, das Fondshaus der Sparkassen, hat die Risiko-Einstufungen von drei milliardenschweren Immobilienfonds erhöht. Begründet wurde der Schritt mit dem Ziel, die Einstufung für Privatkunden-Produkte zu vereinheitlichen.
Bei den drei Fonds handelt es sich um Deka-Immobilien Europa, Deka-Immobilien Global und WestInvest Inter Select, erklärte ein Sprecher der DekaBank auf Anfrage von Bloomberg. Bei allen drei Fonds wurde die Risiko-Einstufung von eins auf zwei erhöht. Grundlage ist eine Skala von eins bis sieben, wobei eins das geringste Risiko darstellt.
Die drei Fonds wiesen nun, wie auch zwei weitere Publikumsfonds für Privatkunden, die Risiko-Einstufung zwei auf.
„Auch wenn ein Erfordernis dazu nicht besteht, haben wir das vorab mit der Aufsicht besprochen“, erklärte der Sprecher weiter. Die Immobilien-Zeitung hatte als erstes über die neuen Einstufungen berichtet.
Risiko-Einstufungen von Immobilienfonds waren 2024 in die öffentliche Debatte gerückt. Nach der 17-prozentigen Abwertung eines Fonds von Union Investment, dem UniImmo Wohnen ZBI, hatte die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg auf Unterlassung geklagt. Sie wollte erreichen, dass offene Immobilienfonds in höhere Risikoklassen eingestuft werden.
Der Deka-Immobilien Europa hat ein Volumen von rund 18 Milliarden Euro, der WestInvest Inter Select von etwa elf Milliarden Euro und der Deka-Immobilien Global von etwa sieben Milliarden Euro.