Erneuerbare Energie: Heizung, Fördergeld, Solaranlage: Was auf Immobilienbesitzer jetzt zukommt
Der Sektor Wohnen zählt in Deutschland zu den vier wichtigsten Sektoren des Energieverbrauchs.
Foto: HandelsblattFrankfurt. So viel Anfang war selten. „Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine markiert eine Zeitenwende für die Energieversorgung in Deutschland“, hieß es vor wenigen Tagen in einem Gesetzentwurf der Bundesregierung zum Ausbau erneuerbarer Energien. Das große Ziel: Bis 2030 will Deutschland 65 Prozent weniger Treibhausgase ausstoßen als 1990 – und das Ziel Klimaneutralität bereits 2045 statt 2050 erreichen. Das hat auch massive Auswirkungen für deutsche Immobilienbesitzer.
Der Sektor Wohnen zählt in Deutschland zu den vier wichtigsten Sektoren des Energieverbrauchs und steht in den kommenden Jahren vor einer großen Kraftanstrengung. Neue Vorgaben für Heizung, Fördergelder, CO2-Abgabe: An vielen Stellen müssen Hausbesitzer und Mieter nun umdenken.
Was genau ändert sich? Worauf müssen Betroffene achten? Das Handelsblatt geht in einer Serie in den nächsten Wochen diesen wichtigen Aspekten nach. Zum Auftakt ein Überblick, was sich grundlegend an den Rahmenbedingungen für Eigentümer und Mieter bald ändert.
1. Neue Vorschriften für Heizungen
Beim Heizen müssen sich viele Hausbesitzer auf einen radikalen Wandel einstellen. Die Ampelkoalition will festschreiben, dass ab dem 1. Januar 2024 „möglichst jede neu eingebaute Heizung zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden soll“. Zudem soll ein Rahmen dafür geschaffen werden, dass Immobilieneigentümer ihre mehr als 20 Jahre alten Heizungsanlagen austauschen.