Immobilien in Dortmund: Darum ist der „Pott“ besser als sein Ruf
Zwar hat auch in Dortmund die hohe Nachfrage die Immobilienpreise deutlich nach oben getrieben. Eine Überhitzung ist aber nicht eingetreten.
Foto: IMAGO/Hans BlosseyDortmund. Der Standort könnte kaum prestigeträchtiger sein. Stahlwerkstraße in Dortmund, auf dem Gelände der ehemaligen Westfalenhütte, ein Steinwurf entfernt vom Borsigplatz. Wo die Hoesch AG jahrzehntelang in großem Stil Stahl produziert und verkauft hat, rollen bald die Bagger an. 800 Wohnungen lässt der Immobilienentwickler BPD hier in Kooperation mit Immowerk bis 2030 entstehen. Kostenpunkt: bis zu 250 Millionen Euro.
Das Karlsquartier in der nördlichen Innenstadt ist eines der größten Immobilienprojekte der vergangenen Jahre in Dortmund. Es steht symbolisch für einen immobilienpolitischen Ansatz, der Vergangenheit und Gegenwart der Region miteinander verbindet. Die Ruhrgebietsstadt wächst wieder – und braucht dringend neuen Wohnraum.
Sein raues Image wird das Ruhrgebiet schließlich nur mühsam los. Die Probleme der Region werden schnell sichtbar, wenn man sozioökonomische Daten wie Arbeitslosigkeit und Kaufkraft betrachtet. Und doch ist der Ballungsraum Pott in vielerlei Hinsicht besser als sein Ruf – und deshalb für Immobilieninvestoren einen Blick wert.
Denn Fakt ist: Hier gibt es Wohnraum noch vergleichsweise günstig. Zwar hat auch in Dortmund die hohe Nachfrage die Immobilienpreise in den vergangenen Jahren deutlich nach oben getrieben. Eine Überhitzung ist, anders als in vielen anderen Großstädten in Nordrhein-Westfalen, aber nicht eingetreten.