Immobilien: Münchens spannendste Bauprojekte
Köln. Das Thema klimafreundliches Bauen spielt in München eine immer größere Rolle: Bis 2035 möchte die Isar-Metropole klimaneutral sein. Um dieses Ziel zu erreichen, experimentiert auch die Baubranche vielerorts und geht oft bereits nachhaltigere Wege. Es werden Fördermittel bereitgestellt, Wettbewerbe ausgeschrieben sowie konkrete Projekte initiiert und weiterentwickelt. Oft nehmen Wissenschaftler und Studenten zentrale Rollen dabei ein.
Insgesamt zeichnen sich drei Trends ab: vermehrter Holzbau, gezieltes Sanieren und Weiterentwickeln von Bestandsimmobilien sowie ein größerer Schwerpunkt auf Quartiersentwicklung, die Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt.
An den großen Stellschrauben drehen Stadt und Bauwirtschaft. Doch die Stadt München will ihren Bürgerinnen und Bürgern zeigen, dass auch kleine Schritte jedes Einzelnen die Öko- und Energiebilanz der Stadt verbessern. Dazu hat sie im Jahr 2022 das Pilotprojekt Energy Floors gestartet: Hier erzeugen Fußgänger Energie, indem sie über spezielle Fliesen laufen und sie dadurch zum Leuchten bringen.
Prinz-Eugen-Park: Früher Kaserne, heute Holzbausiedlung
Einige Vorzeigeprojekte gibt es bereits. Dazu zählt der Prinz-Eugen-Park im Osten von München, ein ehemaliges Militärgelände, auf dem ein neues Quartier mit rund 1800 Wohnungen entstanden ist. Rund ein Drittel davon besteht hauptsächlich aus Holz. „Das ist die größte zusammenhängende Wohnbausiedlung in Holzbauweise, die es derzeit in Deutschland gibt“, sagt Sonja Mutterer, Architektin und Fachingenieurin für Holzbau.