Immobilien: So teuer ist die energetische Sanierung für Eigentümer
Berlin. Deutschland hat ein Sanierungsproblem. Etwa 60 Prozent der Gebäude hierzulande sind laut der Deutschen Energie-Agentur (Dena) vor dem Jahr 1978 entstanden – also zu Zeiten, in denen für Immobilien noch keine Mindeststandards für Energieeffizienz galten.
Zwar sprechen steigende Energiepreise und ein drohender Wertverlust unsanierter Häuser dafür, in die Energieeffizienz zu investieren. Doch viele Eigentümer befürchten Kosten, die sie finanziell nicht stemmen können.
Soll ein Gebäude energetisch komplett modernisiert werden, ist schließlich einiges zu tun: Alte Fenster müssen ausgetauscht, Fassade und Decken gedämmt werden und auch eine neue, nachhaltige Heizung muss her. Was das kostet, ist für Eigentümer schwer zu überblicken.
Orientierung bietet eine aktuelle Berechnung der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft Co2online, die dem Handelsblatt vorliegt. Sie zeigt, wie teuer einzelne Energieeffizienzmaßnahmen durchschnittlich sind und was die Komplettsanierung eines Einfamilienhauses kostet.
Grundlage für die Berechnung sind aktuelle Daten des Baukosteninformationszentrums der deutschen Architektenkammern (BKI). Es sammelt Informationen zu abgerechneten Leistungen bei Tausenden von Bauprojekten.