Immobilien: US-Zölle und steigende Zinsen bremsen Immobilienmarkt
Düsseldorf. Die Turbulenzen durch die US-Zölle sowie die gestiegenen Bauzinsen dürften die Erholung auf dem Immobilienmarkt verlangsamen. Der Verband der Pfandbriefbanken (VDP) erwarte, dass „sich ein starker Anstieg der Preise deutlich länger hinziehen wird als erhofft“, sagte VDP-Präsident Gero Bergmann auf der Jahrespressekonferenz am Donnerstag mit Blick auf die kommenden Jahre. Keiner könne sagen, wie sich die Weltwirtschaft genau entwickele. „Grundsätzlich ist Unruhe aber für niemanden gut, auch nicht für den Immobilienmarkt“, so der Banker.
Zu einer ähnlichen Einschätzung kam auch die Landesbank Baden-Württemberg in dieser Woche. Für das Jahr 2025 erwartet sie nur noch einen Preiszuwachs von zwei Prozent. „Unsere bisherige Prognose eines Preiszuwachses von vier Prozent verschieben wir auf das kommende Jahr“, sagte Immobilienmarktanalyst Martin Güth. Grund für die Anpassung der Prognose sei der Zinsanstieg im zurückliegenden Quartal, der sich als dauerhaft herausstellen dürfte.
Der VDP sieht mittlerweile die Baisse auf dem Immobilienmarkt überwunden. „Die Bodenbildung auf dem Immobilienmarkt ist erreicht, und dieser Trend ist nachhaltig“, sagte Bergmann. Bei Wohnimmobilien stiegen die Preise bereits seit einigen Quartalen wieder. Bei den Gewerbeimmobilien sei ein Boden gefunden.