Immobilienkonzern: Ganz oder gar nicht: Vonovia liebäugelt mit der nächsten Übernahme
Der Dax-Konzern verzeichnet ein starkes drittes Quartal.
Foto: dpaFrankfurt. Der Dax-Immobilienkonzern Vonovia liebäugelt wenige Wochen nach der Übernahme des zweitgrößten deutschen Konkurrenten Deutsche Wohnen bereits mit dem nächsten Zukauf. Der Dax-Konzern sieht beim kleineren Rivalen Adler für sich nur zwei Möglichkeiten: Eine Komplett-Akquisition oder gar keine Beteiligung. "Wenn wir die Option ziehen, werden wir versuchen, Adler unter Kontrolle zu bringen", sagte Vonovia-Boss Rolf Buch am Donnerstag anläßlich der Vorlage der Quartalszahlen.
Die Bochumer wollen allerdings erst im kommenden Jahr entscheiden, wie sie bei Adler vorgehen. „Gehen Sie davon aus, dass wir jetzt zunächst einmal die Deutsche Wohnen integrieren und dass Sie erst in einigen Monaten von uns etwas über Adler hören werden.“
Die Bochumer hatten sich im Oktober in einer Vereinbarung mit dem Adler-Großaktionär Aggregate Holdings das Recht gesichert, einen Anteil von 13,3 Prozent an Adler zu erwerben. Zöge Vonovia die Kaufoption, würde sich der Anteil von Aggregate an Adler halbieren.
Vonovia verfügt über eine Kaufoption zu 14 Euro je Aktie, die der Konzern über die nächsten 18 Monate ausüben kann. Ohne Zeitdruck könne man nun den Immobilienbestand der Adler Group prüfen und entscheiden, ob ein Einstieg bei Adler Sinn mache oder nicht, hieß es im Oktober vonseiten der Vonovia.