Immobilienmarkt: IB Invest verschiebt Zinszahlungen – SBB unter Druck
Schwedens Wirtschaft soll in diesem Jahr laut dem Internationalen Währungsfonds um 0,5 Prozent schrumpfen.
Foto: dpaStockholm. Die seit Monaten schwelende Krise auf dem schwedischen Immobilienmarkt hat sich weiter verschärft: Am Mittwoch gab die IB Invest bekannt, dass sie die Zinszahlungen für Hybridanleihen „auf unbestimmte Zeit“ verschoben hat.
Damit gerät auch SBB, einer der größten Immobilienkonzerne Schwedens, unter Druck. Hybridanleihen sind Wertpapiere mit langen Laufzeiten, die nachrangig gegenüber ungesicherten Schuldtiteln sind. Laut den Bedingungen für die Hybridanleihen kann IB Invest einseitig eine oder mehrere Zinszahlungen aussetzen.
Die Holdinggesellschaft IB Invest des Unternehmers Ilija Batljan ist größer Aktionär des Immobilienkonzerns SBB. Der Unternehmer ist gleichzeitig auch Chef von SBB.
Die IB Invest hält 18,4 Prozent der Stimmrechte und 4,8 Prozent des Kapitals von SBB. Bereits Anfang Mai hatte die SBB bekanntgegeben, die Dividendenzahlung an die Aktionäre auszusetzen.
Das war ein schwerer Schlag für die IB Invest, die auf die SBB-Zahlungen angewiesen ist, um die eigenen Schulden begleichen zu können.
Die Krise könnte zum Flächenbrand werden
Die nächsten Zinszahlungen der IB Invest wären nun am 15. Juni, 15. September und am 15. Dezember fällig gewesen. Man „arbeite aktiv daran, die Zinszahlungen für die Hybridanleihen fortzusetzen, sobald die Gelegenheit dazu da ist“, teilte IB Invest mit.