Dämmung: Was Hauseigentümer selbst machen können, um Energie zu sparen
Wer Fenster und Türen abdichtet, kann Energie sparen. Noch mehr bringt es allerdings, die Kellerdecke zu dämmen.
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Foto: HandelsblattEin ungedämmtes Wohnhaus verliert nach allen Seiten Wärme: über das Dach, die Wände, die Fenster, aber auch über die unterste Geschossdecke, wenn der Keller unbeheizt ist. Der Wärmeverlust liegt etwa bei 3000 Kilowattstunden im Jahr, wenn das Erdgeschoss eine Fläche von 70 Quadratmetern hat. Dieses Defizit lässt sich begrenzen, indem die Kellerdecke gedämmt wird.
Genau das ist in vielen Wohnhäusern in Deutschland jedoch bisher nicht geschehen. In einer Studie des Instituts für Wohnen und Umwelt (IWU) stellen die Autoren fest, dass die Kellerdecke das Bauteil ist, das bislang am wenigsten nachträglich gedämmt wurde. Nur zwölf Prozent der Gebäude waren es zum Zeitpunkt der Datenerhebung im Jahr 2016. Dabei kostet die Maßnahme vergleichsweise wenig und lässt sich umgehend ausführen. „Leute, die gerne Dinge selbst machen, können auch die Kellerdecke dämmen“, sagt Frank Hettler.
Hettler ist Leiter von Zukunft Altbau, einem unabhängigen Informationsprogramm zur energetischen Sanierung der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg. Als im Februar 2022 der Krieg in der Ukraine ausbrach, begann der Experte, in Eigenregie auf Youtube über Effizienzmaßnahmen aufzuklären, und startete mit der Dämmung der Kellerdecke. Die bietet sich an, wenn unter der Decke Platz und sie gerade ist. Bei gewölbten Decken sollte eine Fachfirma beauftragt werden.