Eigentumsförderung: Neue Zinskonditionen, weniger Sanierungsdruck
München. Familien, die ein Haus kaufen oder bauen wollen, profitieren ab sofort von verbesserten Förderbedingungen. Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen hat laut eigener Mitteilung die Programme „Wohneigentum für Familien“ und „Jung kauft Alt“ überarbeitet. Beide KfW-Kredite bieten nun niedrigere Zinsen: Der Endkundenzins sinkt von 1,71 auf 1,12 Prozent, bei einer Kreditlaufzeit von 35 Jahren und einer zehnjährigen Zinsbindung.
Das kann je nach Darlehenshöhe mehrere tausend Euro Ersparnis bedeuten. Auch die Anforderungen an die energetische Sanierung werden angepasst. Wer im Rahmen von „Jung kauft Alt“ ein Bestandsgebäude erwirbt, muss dieses künftig nur noch auf das Niveau eines Effizienzhauses 85 EE bringen – statt wie bisher auf Effizienzhaus 70 EE. Das soll Kosten und Aufwand verringern und mehr Familien ermutigen, ältere Häuser zu kaufen und zu modernisieren.
Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe begrüßt die Änderungen. Sie schafften realistische Bedingungen und könnten mehr Menschen den Schritt ins Eigenheim ermöglichen, so Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa.