Einbruchschutz: Wann sich Videoüberwachung für Hausbesitzer lohnt
Videokameras sind besonders in Kombination mit anderen Sicherheitsmaßnahmen hilfreich.
(Foto: dpa)
Foto: HandelsblattOb gekippte Fenster oder ältere Türen: Manche Immobilieneigentümer machen es Einbrechern besonders leicht. Für das Jahr 2022 registrierte die Polizeiliche Kriminalstatistik bundesweit rund 66.000 Wohnungseinbrüche, das sind etwa 180 Fälle pro Tag. Davon wurden nur 16 Prozent aufgeklärt. Besonders in der dunklen Jahreszeit steigt die Gefahr von Einbrüchen. Mieter und Eigentümer können ihr Zuhause wirksam schützen, müssen dabei aber einige Aspekte berücksichtigen.
Eine Alarmanlage schreckt nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei etwa 50 Prozent der potenziellen Einbrecher ab. Weitere Maßnahmen wie eine Videoüberwachung und die mechanische Sicherung von Fenstern und Türen können zusätzlichen Schutz bieten.
„Der Täter geht selten an die Haustür“, sagt Jörg Fischer von der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle Düsseldorf. Auch Untersuchungen der Allianz-Versicherung haben ergeben, dass Einfamilienhäuser am häufigsten über Fenster, Terrassen- oder Balkontüren Ziel von Einbrechern sind.
Für Fischer gilt beim Thema Prävention: „Mechanik vor Elektronik.“ Das bedeutet: Bevor elektronische Sicherheitsmaßnahmen wie Überwachungssysteme zum Einsatz kommen, sollten Fenster und Türen mechanisch gesichert sein, etwa durch zusätzliche Schlösser. „Eine Kamera allein hält den Täter nicht ab“, sagt er.