Hausverkauf: Warum eine Online-Immobilienbewertung nur eine grobe Preiseinschätzung liefert
Eigentümer, die eine Immobilie verkaufen möchten, sollten für die Preisermittlung möglichst viele Informationen aus unterschiedlichen Quellen nutzen.
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Foto: HandelsblattAm Markt für Wohnimmobilien kriselt es. Insbesondere die Preise für gebrauchte Häuser und Wohnungen stehen in einigen Regionen unter Druck. Für Eigentümer, die verkaufen wollen, ist das keine einfache Situation. Sie möchten wissen, wie viel ihre Immobilie wert ist. Plattformen wie McMakler, Immoscout24 und Check24, aber auch viele Maklerbüros und Finanzierer versprechen dabei Hilfe – online, schnell und oft sogar kostenlos.
Das Prinzip ist bei allen Anbietern ähnlich: Der Nutzer gibt online einige wenige Daten wie den Standort, die Wohnfläche und die Art der Immobilie ein. Ausgereiftere Tools berücksichtigen zusätzlich wertsteigernde oder -mindernde Faktoren. „Eine zunehmend wichtige Rolle spielt der Sanierungszustand einer Immobilie“, sagt Alexander Krolzik, Abteilungsleiter Immobilienfinanzierung, Bau- und Kaufvertrag in der Verbraucherzentrale Hamburg. Dazu erfragen manche Portale die Einschätzung des Eigentümers. Nur: „Diese Selbstauskunft ist immer gefärbt. Kaum ein Eigentümer wird den Zustand seines Hauses als ‚schlecht‘ einstufen“, meint Krolzik. Individuelle Merkmale wie der Grundstückszuschnitt oder die Nachbarschaft berücksichtigen die standardisierten Abfragen in der Regel nicht.