Risikogebiete: Schwimmen oder heben – wie sich Gebäude vor Hochwasser schützen lassen
- In Risikogebieten für Hochwasser benötigen Gebäude besonderen Schutz.
- Bereits realisierte Projekte aus dem Ausland zeigen, wie das gelingen kann.
- Auch in Deutschland sollen Gebäude angehoben werden, damit sie das Hochwasser der Elbe nicht mehr erreicht.
Köln. Das Hochwasser in Süddeutschland hat wieder einmal gezeigt: Wer in der Nähe von Fluss oder auch Meer leben möchte, muss das Hochwasserrisiko vor Ort genau kennen, um sich davor schützen zu können. Eine Möglichkeit: mit dem Wasser im Einklang bauen.
Wie das geht, zeigen die Niederlande. In dem flachen Land ist die Klimakrise längst sichtbar und ein Umdenken dringend erforderlich. Schon seit Jahren steigt der Meeresspiegel und droht, ganze Landstriche unter Wasser zu setzen.
Bauen auf dem Wasser
Eine Idee, um Häuser vor Wasser zu schützen: schwimmende Siedlungen. In Amsterdam gibt es eine dieser Art. Schoonschip schwimmt seit 2020 in einem Seitenkanal des Meeresarms IJ in Amsterdam-Noord. Auf 30 Lastkähnen, einer Art Mehrfamilienhausbooten, leben 144 Bewohner in 46 Haushalten. Jedes Haus sieht anders aus, viele Stege verbinden sie.
Das in Amsterdam ansässige Architekturdesignstudio Space&Matter hat die Siedlung entworfen und konzeptioniert. „Die Idee der Initiatorin war es, die nachhaltigste schwimmende Siedlung zu bauen, und sie fragte uns, ob wir helfen können“, erzählt Sascha Glasl, Co-Gründer des Studios. Bis zu dem Zeitpunkt hatte das Team nur an Land gebaut, aber das hielt es nicht vom Projekt ab. „Wir haben uns ganz viel Spezialwissen angeeignet und das Ziel erreicht.“