Solaranlagen auf Gewerbeimmobilien: Worauf Eigentümer bei Installation und Betrieb achten müssen
Im kommenden Jahr könnten sich die Rahmenbedingungen für Betriebe, die Photovoltaik-Anlagen installieren, verbessern.
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Foto: HandelsblattEine Solaranlage, die 800 Single-Haushalte versorgt und in der Innenstadt kaum auffällt: Dass das möglich ist, zeigt der Immobilieninvestor und Projektentwickler Osmab. Das Unternehmen hat im Oktober die größte Solaranlage Kölns in Betrieb genommen, was auf Anhieb im dicht besiedelten Stadtgebiet kaum möglich scheint. Doch Gewerbeimmobilien wie Bürokomplexe, Lagerhallen oder Industrieanlagen nehmen zwar viel Platz ein – bieten im Gegenzug aber oft eine große Dachfläche, die für die Produktion von Strom genutzt werden kann.
Die Osmab Unternehmensgruppe hat viele solcher großen Immobilien und nutzt diese, um die Energiewende aktiv mitzugestalten. Insgesamt erzeugt sie damit 15,5 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr – so viel wie rund 5200 Zwei-Personen-Haushalte im Jahr verbrauchen.
Doch lohnt sich der Aufwand für Inhaber von Gewerbeimmobilien? Schließlich sind die Anlagen oft eine sehr langfristige Investition: „In der Regel rechnet sich eine PV-Anlage auf einer Gewerbeimmobilie, es kommt jedoch immer auf das Betreibermodell und die technischen Gegebenheiten an, ab wann sich die Anlage wirtschaftlich amortisiert“, sagt Nils Sietmann, Teamleiter für Projekte im Bereich E-Mobilität und Photovoltaik beim Dienstleister Energielenker.