Studie: Berlin verliert so viel bezahlbaren Wohnraum wie keine andere deutsche Großstadt
Unter sieben deutschen Städten hat Berlin im Zeitraum von 2013 bis 2019 am meisten bezahlbaren Wohnraum verloren. Das zeigt eine Studie des Technologieunternehmens Realxdata. Die Analyse stellt zudem fest: In den untersuchten Städten verringerte sich der bezahlbare Wohnraum in insgesamt 84 Stadtteilen um zwischen 20 und 40 Prozent. Neben Berlin hat Realxdata auch Hamburg, Frankfurt, Düsseldorf, Köln, Stuttgart und München unter die Lupe genommen.
Für die Analyse hat Realxdata das durchschnittliche Nettoeinkommen in den jeweiligen Städten in Beziehung zu dem durchschnittlichen Quadratmeterpreis in den Stadtteilen gesetzt. Als erschwinglichen Wohnraum definierte das Unternehmen Mietpreise, die nicht über 30 Prozent des Nettoeinkommens gehen. Verglichen wurden die Veränderungen in den Zeiträumen 2013 bis 2017 und 2015 bis 2019.
Eine Sonderstellung nimmt dabei Berlin ein. So befinden sich laut Studie vier der fünf Stadtteile mit der höchsten negativen Veränderung im Zeitraum 2015 bis 2019 in der Bundeshauptstadt. Angeführt wird die Liste von dem Benzviertel in Stuttgart, gefolgt von den Berliner Ortsteilen Alt-Treptow, Tiergarten, Wilhelmstadt und Kreuzberg.
„Der große Unterschied im Preisanstieg zwischen Berlin und den anderen Großstädten im Vergleich ist enorm“, sagt Realxdata-Gründer und CEO Dr. Titus Albrecht. „Allerdings ist Berlin auch von einem niedrigeren Preisniveau gestartet und der Zuzug, gerade in sehr beliebte Berliner Kieze, hält an. Das treibt die Preise.“
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