Treibhausgasemissionen: CO2-Ausstoß gesunken, doch Gebäude verfehlen die Klimaziele
Deutschlands Treibhausgasemissionen sind auf ein Rekordtief gesunken. Berechnungen der Denkfabrik Agora Energiewende zufolge hat Deutschland im Jahr 2023 673 Millionen Tonnen CO2 ausgestoßen, rund zehn Prozent weniger als 2022. Allerdings sind den Autoren der Studie zufolge nur 15 Prozent des Rückgangs auf dauerhafte Einsparungen aus Klimaschutzmaßnahmen zurückzuführen, etwa auf den Zubau erneuerbarer Energien. Für einen Großteil des Emissionsrückgangs sei die schwache Konjunktur verantwortlich, die zu weniger Aufträgen für die Industrie geführt habe.
Im Gebäudebereich sanken die Emissionen um drei Millionen Tonnen, dennoch verfehlte dieser Sektor bereits im vierten Jahr in Folge die Klimaziele. Statt der gesetzlich vorgeschriebenen Maximalmenge von 101 Millionen Tonnen CO2 stießen Gebäude 109 Millionen Tonnen aus. Den leichten Rückgang der Emissionen führt Agora vorrangig auf milde Temperaturen im Jahr 2023 zurück und darauf, dass Haushalte mit Gasheizungen im ersten Quartal 2023 Energie gespart haben. Im letzten Quartal des vergangenen Jahres war allerdings wieder ein Anstieg des Heizverbrauchs zu beobachten.