Wohn-Riester: So nutzen Sie Ihren Riestervertrag für energetische Sanierungen
Köln. Im Jahr 2023 lag die Sanierungsquote in Deutschland bei lediglich 0,7 Prozent – zu wenig, um die Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen. Doch es gibt Hoffnung: Laut der Sanierungsstudie 2024 des Bonner Marktforschungsinstituts B+L hat sich die Sanierungsaktivität im Vergleich zum Vorjahr erhöht.
Ein möglicher Grund für den Anstieg: „Seit 2024 ist es aufgrund des Gebäudeenergiegesetzes zusätzlich möglich, Wohn-Riester für energetische Sanierungen zu nutzen“, erklärt Ralf Scherfling von der Verbraucherzentrale NRW. Dazu zählen Maßnahmen wie das Dämmen von Wänden, Dachflächen und Geschossdecken, das Erneuern von Fenstern oder Außentüren und das Einbauen oder Erneuern einer Lüftungsanlage.
Wohn-Riester ermöglicht es, das mit staatlicher Förderung angesparte Guthaben aus einem Riester-Vertrag für eine selbst genutzte Immobilie einzusetzen, statt es sich als Rente auszahlen zu lassen.
Diese Option nutzen zunehmend mehr Menschen. Bis zum 10. Juli 2024 registrierte die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) im Bereich Wohn-Riester insgesamt 31.314 Anträge auf Entnahme. Das ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, in dem 25.986 Anträge eingingen. Die Behörde führt ihn zum Teil auf die neue Nutzungsmöglichkeit für energetische Sanierungen zurück. Unter den 26.565 für 2024 bereits ausgewerteten Anträgen entfielen laut ZfA 2426 auf Entnahmen für energetische Sanierungen.